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Mecklenburg-Vorpommern

01. Oktober 2016 | 17:28 Uhr

Kultur : Festspiele MV erneut mit Besucherrekord

vom

Nach einem vielgestaltigen Konzertprogramm über drei Monate erklingt bei den Festspiele Mecklenburg-Vorpommern der Schlussakkord. Zum Abschluss einer Saison mit neuerlichem Besucherrekord gastiert der Cellist Daniel Müller-Schott in der Neubrandenburger Konzertkirche.

Die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern haben mit neuem Besucherrekord ihren Ruf als eines der publikumsträchtigsten Klassik-Festivals in Deutschland gefestigt. In dem dreimonatigen Festspielsommer, der am Samstag mit dem Abschlusskonzert in der Neubrandenburger Konzertkirche zu Ende geht, wurden rund 80 000 Gäste gezählt. Das seien etwa 5000 mehr gewesen als in der Saison zuvor, teilte die Festspielleitung am Freitag in Schwerin mit.

Nach Angaben des Deutschen Musikinformationszentrums in Bonn rangieren nur das Schleswig-Holstein Musik Festival mit zuletzt rund 151 000 und das Rheingau Musik Festival mit 111 000 Besuchern vor dem Klassik-Fest im Nordosten, dessen Programm in diesem Jahr 133 Veranstaltungen an 74 Orten umfasste. Musikaufführungen an immer neuen Orten, darunter Herrenhäuser, Schlösser, Scheunen, Kirchen Parks oder Werkhallen, gehören zu den Markenzeichen der Festspiele MV.

Zu den Höhepunkten der zu Ende gehenden Sommersaison zählte Intendant Markus Fein die Konzerte der „Weltstars in Redefin“. In der Reithalle des Landgestüts gastierten unter anderem die Cellistin Sol Gabetta und die Pianistin Hélène Grimaud. Auch die großen Open Airs in Schlossgärten und Parks seien trotz teilweise regnerischen Wetters erneut Publikumsmagneten gewesen.

Mit dem mehrtägigen Musikfest in Ulrichshusen (Mecklenburgische Seenplatte) setzte der Geiger Daniel Hope dem Dirigenten Yehudi Menuhin (1916-1999) zur 100. Wiederkehr dessen Geburtstages ein bleibendes Andenken. Und als Preisträgerin in Residence verlieh die norwegische Geigerin Vilde Frang mit 17 Konzerten der Festspielsaison ihre ganz persönliche Note, wie der Intendant hervorhob.„Wir freuen uns sehr über den anhaltenden Besucherzuspruch und das Vertrauen des Publikums, das mit uns begeistert neue Wege geht“, sagte Fein und verwies dabei auf Formate wie „360° Klavier“ mit Igor Levit oder „Pavillon Barock“ mit der Akademie für Alte Musik Berlin.„Auch beim Genregrenzen sprengenden “Jahrmarkt der Sensationen„ waren die Vorstellungen bis auf den letzten Platz besetzt“, konstatierte Fein. Die Platzauslastung habe in diesem Jahr durchschnittlich bei 90 Prozent gelegen, 80 der 133 Veranstaltungen waren ausverkauft.

Zum feierlichen Abschluss der Saison gastiert der Cellist Daniel Müller-Schott am Samstag mit der NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Karl-Heinz Steffens in der Konzertkirche Neubrandenburg. Auf dem Programm stehen das Cellokonzert von Edward Elgar und die Sinfonie Nr. 8 von Antonín Dvorák. Schott, der zu Beginn seiner Karriere 1995 Solistenpreisträger im Nachwuchswettbewerb der Festspiele geworden war, spielt heute auf den Bühnen der Welt, ist aber auch noch regelmäßiger Gast im Nordosten.

Für Ende November kündigten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern eine erste Programmvorschau für den Festspielsommer 2017 an. Fest geplant sind bereits die traditionellen Advents- und Neujahrskonzerte in Ulrichshusen und der Festspielfrühling auf Rügen.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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