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Mecklenburg-Vorpommern

03. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

US-Amerikaner in Rostock : „Es macht mir Angst“

vom
Aus der Onlineredaktion

Rick Odgers über die Präsidentschaftswahl

Sein breites Grinsen hat Rick Odgers nicht verloren, als er zum Gespräch im Café erscheint. Dabei ist dem US-Amerikaner, der auf seiner Reise durch Europa derzeit Station in Rostock macht, eigentlich überhaupt nicht zum Lachen zumute. „Enttäuscht worden bin ich schon häufig bei den Wahlen“, sagt der 45-Jährige, daran habe er sich mit der Zeit gewöhnt. Doch in diesem Jahr sei alles anders. „Das Ergebnis dieser Präsidentschaftswahl macht mir Angst.“

Odgers nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er über Donald Trump, seit gestern 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, spricht: „Ich halte ihn für einen egomanischen Rassisten, der keinen Respekt vor Frauen und Homosexuellen hat.“ Trump habe nicht das richtige Temperament für das Amt des Präsidenten, meint Odgers, der gebürtig aus Minneapolis in Minnesota stammt und mittlerweile vier Monate im Jahr in Alaska arbeitet. „Dafür ist Donald Trump viel zu dünnhäutig und verliert zu schnell die Selbstbeherrschung.“

Die ganze Wahlnacht hat sich Odgers nicht um die Ohren geschlagen. „Ich bin Dienstag irgendwann schlafen gegangen und habe gehofft, dass es gut ausgehen wird“, erzählt er. Die Ernüchterung folgt am gestrigen Morgen. „Was mir fast noch mehr Angst macht als die Tatsache, dass Trump jetzt unser Präsident ist, ist der Umstand, dass so viele Amerikaner ihn wirklich gewählt haben.“

Seit zwei Wochen ist der US-Amerikaner nun in Rostock. In den nächsten Wochen will er durch Europa reisen. Und? Wann geht’s zurück in die Heimat? Odgers legt wieder sein breites Grinsen auf und sagt: „Vielleicht besser nie mehr.“

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