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Mecklenburg-Vorpommern

11. Dezember 2016 | 01:18 Uhr

„Stralsund“-Krimi : Düstere Kulisse für dunkle Geschäfte

vom
Aus der Onlineredaktion

Der neue „Stralsund“-Krimi zeigt heute Abend im ZDF eine Kommissarin zwischen unklaren Fronten

Die Farben des Films sind düster. Nahezu unter der gesamten neuen Folge „Schutzlos“ des „Stralsund“-Krimis liegt eine bedrohliche Musik. Als nüchtern und ernst wirkende Kommissarin Nina Petersen geht Katharina Wackernagel heute (20.15 Uhr) im ZDF zum neunten Mal seit 2009 an der Ostsee auf Verbrecherjagd.

Polizisten, zu deren Job es gehört, sich zu vertrauen, hegen diesmal Misstrauen gegeneinander. Die Fronten in diesem Samstagskrimi verlaufen mitten durch das Stralsunder Ermittler-Team - und sie bleiben bis zur letzten Minute im Vagen.

Zu sehen ist kein Film voller Action und effektvoller Stunts, eher ein in die Seele der Protagonisten schauendes Psychogramm in einem trüben Ambiente.

Worum geht es? Ein Mann wird mit einer Waffe in der Stralsunder Innenstadt entdeckt und festgenommen. Wie sich herausstellt, sind er und seine Familie im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms in der Stadt untergetaucht, nachdem seine Frau Tatjana in Frankfurt an der Oder zufällig eine Drogenübergabe beobachtet hatte.

Die Familie stammt aus Weißrussland. Sie erhofft sich von einer Zeugenaussage gegen das seit Jahren in Frankfurt operierende Drogenkartell die ersehnte Anerkennung als politische Flüchtlinge. Schnell stellt sich heraus: In der Schutzwohnung, in der sich die Familie Komerenko sicher glaubte, war wenige Minuten zuvor ein Polizist erschossen worden. Dieses Verbrechen war auch der Grund, warum Familienvater Vitali in Panik auf die Straße gelaufen war.

Dennoch richtet sich der Fokus schnell auf die Behörde selbst. In ihrer pragmatischen Art beginnt Petersen mit den Ermittlungen und erfährt, dass ihre Kollegen Gregor Meyer (Michael Rotschopf) und Max Morolf (Wanja Mues) bereits vor sieben Jahren gegen den Drogenboss Pawel ermittelten, dies aber vor ihr verschwiegen.

Katharina Wackernagel, die zu den profiliertesten Schauspielerinnen in Deutschland gehört, mag ihre Rolle: „Die Höhen und Tiefen der Figur, ihre Gradlinigkeit in den Fällen und ihre Zerrissenheit im Privaten, haben gerade in den letzten fünf Filmen eine spannende Entwicklung genommen“, sagt sie.

 

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