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Mecklenburg-Vorpommern

29. September 2016 | 15:33 Uhr

Illegale Luftbildfotografie : Drohnen-Fotograf muss 1500 Euro Bußgeld zahlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Schweriner Verkehrsministerium hat erstmals ein Bußgeld gegen einen Luftbildfotografen verhängt, der mit einer Drohne arbeitet. Der Unternehmer aus Torgelow muss 1500 Euro Strafe zahlen, sagte Steffen Wehner, Sprecher des Ministeriums, gestern. Der Fotograf habe die Strafe bereits akzeptiert.

Der Mann soll die Drohne mehrfach ohne nötige Aufstiegsgenehmigung genutzt und die Bilder auch veröffentlicht haben. „Bei uns haben sich Leute beschwert, die beim Hafenfest in Ueckermünde waren“, sagte Wehner. Dort sei die Drohne mehrfach abgesackt und sehr tief über die Leute hinweggeflogen. Weitere Anzeigen habe es bei der Polizei gegeben.

Das Ministerium sei die oberste Luftfahrtbehörde und deshalb für die Überwachung solcher Aktivitäten zuständig, erklärte Wehner. Solche unbemannten Flugobjekte dürften nur mit Aufstiegsgenehmigung, die 150 Euro koste, betrieben werden und maximal 100 Meter hoch fliegen. „Wer solche Genehmigung bekommt, erhält auch eine Belehrung, so dass Gefährdungen ausgeschlossen werden können.“ Das gelte auch für Modellflieger.

Der Fotograf hat mit seinen Luftbildern auch schon eine Ausstellung in den Räumen des Torgelower Landtagsabgeordneten Patrick Dahlemann (SPD) bestritten. Für eine Prüfung, ob die Bilder den Bestimmungen zum Urheberrecht und zum Datenschutz entsprechen, seien andere Behörden zuständig, erklärte Wehner.

In Sachsen war Anfang 2014 ein ähnlicher Fall bekannt geworden. Ein Mitglied der Piratenpartei sollte 500 Euro Bußgeld zahlen, weil der Mann im Herbst 2013 während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung mit Kanzlerin Angela Merkel in Dresden eine Drohne hatte aufsteigen lassen. Auch er soll keine Genehmigung gehabt haben.

Bei solchen Verstößen seien Bußgelder bis zu 50 000 Euro möglich, erklärte Wehner. 

 

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