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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 11:13 Uhr

Recknitz bei Tessin : Dramatische Rettung: Kuh versinkt im Flussbett

vom

"Beschützerkuh" hatte sich neben der verunglückten eingefunden und ließ zunächst niemanden heran

Bei diesem Einsatz war jede Menge "Kuhlness" nötig. Eine in der Recknitz bei Tessin versunkene Kuh hat am Mittwoch Nachmittag einen Feuerwehreinsatz nach sich gezogen. Am Ende konnte sie zwar erschöpft, aber wohlbehalten gerettet werden.

Wie es an der Einsatzstelle hieß, hatte sich eine größere Kuhherde von einer Weide in der Nähe von Ehmkendorf zunächst entfernt. Eines der Tiere kam offenbar zu nah an den Fluss Recknitz und stürzte in die kalten Fluten. Der Landwirt wusste sich nicht mehr anders zu helfen und verständigte den Notruf. So kam kurze Zeit später die Freiwillige Feuerwehr Thelkow zum Einsatz. Nachdem die Kameraden den Unglücksort ausfindig machen konnten, sollte eigentlich die Rettung der Kuh beginnen. Doch das stellte sich gar nicht so einfach dar.

Denn ein zweites Tier, eine "Beschützerkuh", hatte sich neben der verunglückten eingefunden und ließ zunächst niemanden heran. Während die "Unglückskuh" nur noch mit dem Hals aus der Recknitz guckte, überlegten die Feuerwehrleute, wie sie die andere vertreiben konnten. Mit einem Stock für einen etwaigen Angriff bewaffnet näherten sich die Kameraden der "Beschützerkuh".

Nach kurzem Gutzureden gelang es, sie zu vertreiben und somit den Weg zur Rettung zu ebnen. Zunächst versuchten die Feuerwehrleute die versunkene Kuh zu beruhigen, vorsichtig wurde ihr ein Strick um den Kopf gelegt. Doch immer wieder scheiterten die ersten Rettungsversuche an dem schlammigen Untergrund. Das Tier rutschte immer wieder in die Recknitz zurück.

Schließlich entschied man sich, zusammen mit einem Landwirt und der Hilfe eines Traktors die Rettungsaktion anzugehen. So wurde der Strick an dem Traktor befestigt, das andere Ende um den Kuhkopf. So gelang es, vorsichtig das schwere Tier aus dem Fluss zu ziehen.

Völlig erschöpft blieb die Kuh danach erst einmal auf der Weide liegen. Mit einer Decke wurde sie noch liebevoll abgedeckt. "Jetzt muss sie sich erst einmal beruhigen", sagte einer der an der Rettungsaktion beteiligten Landwirte. Für die Thelkower Feuerwehr war der ungewöhnlichste Einsatz des Jahres damit beendet.

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erstellt am 02.Nov.2016 | 19:30 Uhr

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