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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 04:58 Uhr

Akademischer Grad : Doktor-Titel immer öfter Frauensache

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

MV gutes Pflaster für wissenschaftliche Exzellenz

Für kluge Menschen scheint der Nordosten ein gutes Pflaster: Hier werden nicht nur immer mehr Doktor-Titel erworben, diese gehen auch immer häufiger an Frauen. Wie aus Daten des Statistischen Landesamts herauszulesen ist, gehört die Mär, Doktortitel wären eine Männerdömane, in MV längst der Vergangenheit an: In jüngster Zeit erwarben sogar mehr Frauen als Männer den akademischen Grad. So promovierten 2014 genau 269 Frauen, 40 Prozent mehr als noch im Milleniumsjahr 2000 (159 Frauen). Bei den Männern stieg die Zahl der Doktor-Titel nur um neun Prozent von 236 auf 259. Insgesamt schafften 513 Männer und Frauen 2014 die Promotion.

„Promotionen und Habilitationen sind sowohl für unsere Studierenden als auch für Absolventen eine Adelung großartiger Erfolge und wichtige Schritte für wissenschaftliche Karrieren“, sagt Rostocks Uni-Rektor Professor Wolfgang Schareck. In Rostock entfiel erneut die Mehrzahl der 310 Promotionen auf die Uni-Medizin, gefolgt von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Sehr erfolgreich beendete laut Uni der 30-jährige Chemiker Stefan Oschatz seine Promotion. Er ist froh, sich für Chemie entschieden zu haben. „Das Fach bietet Einsichten in die Welt, die man so nicht bekommt.“ Man lerne Fächer übergreifende Prozesse verstehen. Selbst Kochen, sagt er, habe mit Chemie zu tun, wenn etwa aus Fleisch ein Braten wird. Oschatz zeigte in seiner Doktor-Arbeit Wege auf, wie das in der Industrie verbreitete, nicht unproblematische Gas Kohlenmonoxid durch Metallsalz ersetzt werden kann. Im Gegensatz zur Promotion blieb die Zahl der Habilitationen mit 35 Professor-Titeln annähernd gleich.

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erstellt am 15.Feb.2016 | 06:30 Uhr

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