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Mecklenburg-Vorpommern

29. September 2016 | 22:22 Uhr

Verbrennungsverbot : Dicke Luft im Wohngebiet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Illegales Verbrennen von Gartenabfällen sorgt für Unmut und kann teuer werden

Einige Unwissende oder Unbelehrbare tun es derzeit wieder – und verbrennen ihre Gartenabfälle. Dabei ist das in der Hansestadt laut Pflanzenabfalllandesverordnung ganzjährig komplett verboten und kann bei Missachtung teuer werden. Nach Paragraf 2, Absatz 1, „gilt ein Verbrennungsverbot für pflanzliche Abfälle, wenn der öffentliche-rechtliche Entsorgungsträger ein geeignetes Entsorgungssystem vorhält, dessen Nutzung möglich und zumutbar ist“, zitiert Stadtsprecherin Kerstin Kanaa. Und das sei in Rostock der Fall, wo es gleich mehrere Entsorgungsmöglichkeiten für Gartenabfälle gibt. Da diese über die Abfallverwertungsgebühr finanziert werden, sind sie den Gebührenzahlern – sprich, den Bewohnern von Wohngrundstücken – vorbehalten, die an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen sind. Diese können ihre Gartenabfälle kostenlos auf den Recyclinghöfen abgeben oder zweimal jährlich eine Bündelsammlung über das Kundendienstbüro der Stadtentsorgung vereinbaren. Ab fünf Kubikmetern könnten außerdem kostenlose Grünschnittcontainer bestellt werden. Auch in diesem Fall läuft die Terminvereinbarung über das Kundendienstbüro der Stadtentsorgung.

Wer das Verbrennungsverbot missachtet und erwischt wird, begeht eine Ordnungswidrigkeit, deren Maximal-Bußgeld laut Kreislaufwirtschaftsgesetz 100 000 Euro beträgt. So teuer wurde es für Rostocker bisher noch nicht. Seit 2014 wurden laut Stadt-Pressestelle drei entsprechende Ordnungswidrigkeitsanzeigen bearbeitet. Dazu kämen im gleichen Zeitraum noch fünf weitere Ordnungswidrigkeitsverfahren nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz, die das Verbrennen von Gegenständen wie Holz, Pappe oder Kunststoffen betrafen.
„Alle Bußgeldverfahren wurden rechtskräftig abgeschlossen und die Verstöße mit einer durchschnittlichen Geldbuße von 75 Euro geahndet“, so Kerstin Kanaa.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 16:00 Uhr

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