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Mecklenburg-Vorpommern

28. Juli 2016 | 01:01 Uhr

Zika-Virus : Dassow produziert Zika-Tests für Brasilien

vom

Im Kampf gegen Zika will Brasilien auf neue Diagnosetests aus Mecklenburg-Vorpommern setzen.

Für den Nachweis des Zika-Virus setzt Brasilien Diagnosetechnik ein, die in Nordwestmecklenburg produziert wird. Ein zum Unternehmen Euroimmun AG Lübeck gehörender Betrieb in Dassow stellt nach eigenen Angaben das weltweit erste Komplett-Paket für den serologischen Nachweis von Zika-Virus-Infektionen her. Die Antikörper-Tests seien am Mittwoch in Brasilien offiziell zugelassen worden, sagte eine Firmensprecherin am Donnerstag. Bislang seien nur DNA-Nachweise des Virus in den ersten fünf Tagen nach einer Infektion möglich gewesen. Mit dem Antikörpernachweis im Blut infizierter Patienten sei diese zeitliche Begrenzung aufgehoben. Auch nach einer überstandenen Krankheit könnten Antikörper noch nachgewiesen werden.

Euroimmun rechnet nach Angaben der Sprecherin mit einer großen Nachfrage nach dem Testsystem. Außer Zika sollen damit auch das Dengue- und das Chikungunya-Fieber schneller festgestellt werden können, die durch die gleichen Moskito-Arten übertragen werden.

Mangelhafte Diagnosetests sind ein Grund dafür, dass es in Brasilien als dem weltweit am stärksten betroffenen Land bisher nur grobe Schätzungen zur Zahl der Infektionen gibt. Seit Anfang 2015 breitet sich das Zika-Virus auf dem amerikanischen Kontinent aus.

Zika steht im Verdacht bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen bei ungeborenen Babys auszulösen. Symptome für eine Infizierung sind leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Hautausschläge und Bindehautentzündungen. In rund 80 Prozent der Fälle bleibt eine Infektion aber unbemerkt.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 21:00 Uhr

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