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Mecklenburg-Vorpommern

05. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Weihnachtsmärchen MV : Darsteller im Dauereinsatz: Märchen für 60.000

vom

Die Vorweihnachtszeit ist an den Theatern des Landes vor allem auch Märchenzeit. Die Nachfrage ist enorm.

Mecklenburg-Vorpommerns Theater erwarten zu ihren Weihnachtsmärchen in den nächsten Wochen Zehntausende junge und jung gebliebene Zuschauer. Ganze Schulklassen und Kindergartengruppen strömen in die üppig ausgestatteten Inszenierungen. Viele sind bereits ausverkauft, wie Sprecher der Bühnen sagten. Aufgrund der großen Nachfrage werden die Stücke zwei Mal am Tag, mitunter sogar drei Mal gespielt. Für die Darsteller ist diese Zeit ein Stresstest - im Theater Neustrelitz zum Beispiel beginnen die ersten Vorstellungen bereits Viertel vor neun am Morgen.

Obwohl heute das ganze Jahr über Kinderstücke gespielt werden, behauptet das Weihnachtsmärchen seinen ganz besonderen Stellenwert.

Rund 75 000 Tickets liegen an den Theaterkassen Mecklenburg-Vorpommerns bereit. „Das Weihnachtsmärchen ist deutschlandweit eine der letzten Institutionen des Theaters, das generationsübergreifend die Menschen ins Theater zieht“, sagt der Intendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, Lars Tietje.

Das soll dann auch ein ganz besonderes Erlebnis werden, weshalb die Theater viel Aufwand in ihre Weihnachtsinszenierungen stecken. Die Kostüme sind oft besonders üppig, die Bühnenbilder mit Liebe zum Detail entworfen und gebaut.

Aus Sicht des Chefdramaturgen des Theaters Vorpommern, Sascha Löschner, zahlt sich der Kraftakt aus. „Das Weihnachtsmärchen ist oft die erste Berührung des neuen Publikums mit Theater“, sagt er. „Wenn man das zu sparsam angeht, wird man den Erwartungen nicht gerecht.“ Und beim Weihnachtsmärchen sei es wichtig und richtig, die Erwartungen des Publikums zu erfüllen.

In manchen Theatern bringen die Weihnachtsmärchen mehr als zehn Prozent aller Besucher. So gibt es in Schwerin rund 22 000 Karten. In der vergangenen Spielzeit hatte das Staatstheater rund 171 000 Zuschauer insgesamt. Bei der Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz sind es nach Worten einer Sprecherin 16 000 von 130 000. In Rostock liegen rund 15 000 Tickets bereit. Auch deshalb käme kein Theater auf die Idee, einmal auf das Weihnachtsmärchen zu verzichten. „Das wäre Selbstmord“, sagt Löschner.

Fast alle Bühnen im Land setzen auch dieses Jahr wieder auf Klassiker: An diesem Donnerstag haben am Volkstheater Rostock „Des Kaisers neue Kleider“ Premiere. Die Theater- und Orchester GmbH zeigt ab Samstag „Dornröschen“ in Neustrelitz. Ab Sonntag läuft in Neubrandenburg „Das tapfere Schneiderlein“ in Kooperation mit der Vorpommerschen Landesbühne Anklam.

Am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin sind die ersten von insgesamt 22 Vorstellungen von „Pinocchio“ bereits gelaufen. In Parchim spielt das Staatstheater die „Bremer Stadtmusikanten“. Das Theater Vorpommern setzt mit „Anton - das Mäusemusical“ einen modernen Akzent.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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