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Mecklenburg-Vorpommern

10. Dezember 2016 | 02:09 Uhr

Attacken in MV : Clowns werden für Polizei zum Problem

vom
Aus der Onlineredaktion

Innenminister Caffier kündigt konsequentes Vorgehen gegen Grusel-Attacken an

Attacken von Grusel-Clowns werden in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend zum Problem. Heute hat Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ein hartes Vorgehen gegen den makabren Trend angekündigt. „Den vermeintlichen Scherzbolden scheint nicht klar zu sein, dass es eben kein Scherz ist, was sie da tun, das sind zum Teil schwere Straftaten“, sagte der Minister gegenüber unserer Redaktion. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis bei diesen Aktionen Personen ernsthaft verletzt werden würden. Deshalb werde die Landespolizei konsequent gegen diese Grusel-Clowns vorgehen.

Seit der vergangenen Woche kommt es in verschiedenen Städten des Landes vermehrt zu Attacken von Personen, die als Clowns verkleidet und teilweise mit Baseballschlägern, Kettensägen oder Messern bewaffnet, Menschen erschrecken. In Hagenow hatte am Sonntag eine 25-jährige Taxifahrerin mit Pfefferspray einen geschminkten Clown in die Flucht geschlagen, der sie mit einem Messer in der Hand erschrecken wollte. „Wir ermitteln wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung gegen den Mann“, sagte Polizeisprecher Klaus Wiechmann.

Im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock gab es seit Donnerstag 20 tatsächliche oder vermeintliche Vorfälle mit Grusel-Clowns, zu denen die Polizei gerufen wurde. Davon fünf in Rostock und zwei in Schwerin. Gefasst wurde bisher kein Clown.

In der Polizeiinspektion Anklam hatten die Beamten am Wochenende neun Einsätze, weil sich Menschen in Greifswald, Pasewalk oder Anklam von Clowns bedroht fühlten, berichtete Polizeisprecher Axel Falkenberg. „Das ist ein erheblicher Mehraufwand für die Kollegen“, sagte er. Andere Aufgaben im Vollzugsdienst müssten deshalb liegen bleiben.

Manche Alarmierungen würden sich allerdings als grundlos erweisen. So wurde die Polizei wegen einer Clown-Attacke am Wochenende ins Greifswalder Volksstadion gerufen. Wie sich dort herausstellte, machten drei junge Leute mit Vampirkostümen ein Fotoshooting in Vorbereitung auf Halloween. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Hysterie verfallen“, warnte Axel Falkenberg.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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