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Mecklenburg-Vorpommern

25. September 2016 | 14:17 Uhr

Ausbau A14 : Bei Grabow entsteht Riesenbrücke über Eldetal

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vorbereitungen für nächsten A14-Bauabschnitt laufen auf Hochtouren / Minister: Erster Spatenstich im Sommer

Rund 20 Hektar Wald sind gerodet. Kampfmittelräumer und Archäologen haben das Baufeld schon ein erstes Mal erkundet. Die Planungen sind weitestgehend fertiggestellt. Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit laufen die Vorbereitungen für den nächsten Abschnitt der Autobahn 14 auf mecklenburgischer Seite auf Hochtouren. „Im Sommer soll der erste Spatenstich erfolgen“, erklärte Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) gestern Nachmittag bei einer Stippvisite an der künftigen Baustelle kurz hinter Fresenbrügge. „Ende 2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.“

Der von der künftigen Anschlussstelle Grabow (in früheren Planungen Ludwigslust-Süd genannt) bis zur Anschlussstelle Groß Warnow reichende Bauabschnitt ist knapp elf Kilometer lang und reicht bis ins Land Brandenburg hinein. Es sei einfach praktikabler, nicht nur bis an die Landesgrenze zu bauen, sondern bis zu einer Abfahrt, erklärte Christian Pegel den länderübergreifenden „Brückenschlag“. Nach der Fertigstellung wolle Mecklenburg-Vorpommern auch den Autobahndienst auf dem knapp einen Kilometer langen Abschnitt in der Prignitz übernehmen. Die Verhandlungen über den Vertrag laufen.

Herausragendes Bauwerk im Bauabschnitt Grabow-Groß Warnow ist die 507 Meter lange Eldetal-Brücke. Sie wird künftig nicht nur eine Straße, sondern auch drei Wasserläufe, darunter die Müritz-Elde-Wasserstraße, und das aus Naturschutzsicht sensible Tal überspannen. Ihr Bau ist eine Herausforderung. „Der Baugrund ist sehr schwierig, der nicht tragfähige Boden reicht bis in eine Tiefe von 22 Metern“, erklärte Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin, in MV für den Autobahnbau zuständig. „Allein die Eldetal-Brücke wird rund 25 Millionen Euro kosten.“ Sie ist eines von insgesamt neun Brückenbauwerken auf der Strecke.

Die Gesamtbaukosten für den Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Grabow und Groß Warnow werden derzeit auf rund 100 Millionen Euro geschätzt. Damit sich an den Ausschreibungen auch mittelständische Unternehmen beteiligen können, sei das Vorhaben in mehrere Lose – allein acht Lose für direkte Bauleistungen – aufgeteilt worden, so Taschenbrecker. Die Vorankündigung der ersten europaweiten Ausschreibung sei gestern erfolgt. Interessierte Firmen können sich bewerben und erhalten die Unterlagen.

Wenn der Verkehr ab Ende 2017 auf der A 14 durchgehend von Wismar bis nach Karstädt rollen kann, würden die Anwohner entlohnt werden, ist Pegel überzeugt. Profitieren würden von der Autobahn zudem die Häfen in Wismar und Rostock sowie die gewerbliche Entwicklung entlang der Autobahn. „Die A 14 war für Nestlé ein strategischer Entscheidungspunkt“, so Pegel. „Für weitere Unternehmen wird sie es auch sein.“

 

 

 

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erstellt am 07.Jan.2015 | 20:00 Uhr

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