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Mecklenburg-Vorpommern

26. September 2016 | 14:14 Uhr

Kündigung Leif-Erik Holm : Antenne-MV und AfD streiten sich weiter

vom
Aus der Onlineredaktion

Antenne-MV Geschäftsführer Robert Weber wies gestern in einem offenen Brief den Vorwurf der Kündigung Leif-Erik Holms zurück. Der designierte AfD-Fraktionschef behauptete im Wahlkampf, dass er wegen seiner Parteizugehörigkeit vom Radiosender entlassen wurde. Weber widersprach dieser Behauptung bereits gegenüber dem Mediendienst kress.de. Anfangs lobt Weber Holm für seine ehemalige Tätigkeit als Moderator. „Rückblickend möchte ich sagen, dass Sie meiner Meinung nach eines der großen Radiotalente bei Antenne MV waren.“ Doch die Selbstinszenierung als Opfer weist er entschieden zurück. Die Trennung sei von beiden Seiten einvernehmlich gewesen. Weber unterstellt in dem Brief, dass sich Holm damals bewusst war, dass das politische Amt und seine Arbeit als Radiojournalist nicht miteinander vereinbar seien. Alle Beteiligten stimmten überein, das Arbeitsverhältnis bis auf weiteres ruhen zu lassen. Der Antenne-MV Geschäftsführer betont: „Es wurde nicht ausgeschlossen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zusammenzuarbeiten.” Holm studierte nebenbei in Berlin, weshalb er „nur“ als freier Mitarbeiter angestellt war. In diesem Angestelltenverhältnis war niemand zur Zusammenarbeit verpflichtet, so Weber. Der Sender werde weiterhin kritisch über die Karriere des AfD-Politikers berichten, wie bei anderen Parteien auch.

Leif-Erik Holm sagte auf Anfrage unserer Zeitung, er sehe sich durch den offenen Brief in seiner Position bestätigt, dass er nicht selbst gekündigt hatte. Holm unterstellt Weber dennoch Falschaussagen. So habe er seinen Arbeitsvertrag nur für die Zeit des Wahlkampfs ruhen lassen wollen und wäre nach der Bundestagswahl gern zurückgekehrt, sobald er „politisch ins Glied zurückgetreten wäre”, sagte er.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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