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Mecklenburg-Vorpommern

03. Dezember 2016 | 03:25 Uhr

Tourismus : An der Küste brummt es und das Binnenland schwächelt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Benötigt werden vor allem eine attraktive touristische Infrastruktur und regionale Produkte

Um attraktiver für den Tourismus zu werden, fordert das Binnenland mehr Unterstützung vom Land MV. Ungleiches müsse bei der Förderung ungleich behandelt werden, sagte der Vorsitzende des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte, Wolf-Dieter Ringguth, bei der letzten Regionalkonferenz zur neuen Landestourismuskonzeption gestern in Plau am See. Die Tourismuswirtschaft an der Küste sei ökonomisch selbsttragend, im Binnenland sei das vielerorts noch nicht der Fall.

Benötigt werde vor allem eine attraktive touristische Infrastruktur mit Spiel, Spaß und Informationen für Familien sowie regionalen Produkten. Das Müritzeum in Waren und der Bärenwald in Stuer seien gute Ziele, doch sie reichten nicht aus. Was zum Beispiel fehle, seien Investitionen in der Art von „Karl’s Erlebnis-Dorf“. Für Werbung und Marketing sei jenseits der Küste zu wenig Geld vorhanden, da nur wenige Gemeinden ein Zertifikat als Erholungsort oder Bad hätten, sagte Ringguth weiter. Das aber ist nach geltendem Recht Voraussetzung für die Erhebung von Kurtaxe. Ringguth forderte diese Möglichkeit auch für touristisch relevante Orte ohne Prädikat. Mit Geld aus einer solchen Abgabe könnten, so Ringguth, zum Beispiel Buslinien zu touristischen Zielen erhalten werden, die für Fahrradtouristen aus Berlin interessant seien. Auch neue Hotelkapazitäten im Mittelklasse-Segment werden aus Sicht von Ringguth gebraucht. In den letzten eineinhalb Jahren seien an der Seenplatte 1500 Betten vom Markt verschwunden. Im ersten Halbjahr verbuchte das Binnenland Rückgänge bei den Übernachtungen. 

Der Präsident des Landestourismusverbandes, Jürgen Seidel, verwies auf nötige Investitionen in das Radwege-Netz.

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