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Mecklenburg-Vorpommern

02. Dezember 2016 | 19:10 Uhr

Abschied aus Rostock : Aida: Ausbildung künftig in Holland

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Zentrum für maritimes Simulator-Training war erst 2012 eingeweiht worden

Die Kapitäne sowie nautischen und technischen Offiziere der Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida werden ab Januar nicht mehr in der Hansestadt, sondern in Almere in den Niederlanden ausgebildet. Dort hat der Mutterkonzern Carnival für rund 75 Millionen Euro das Arison Maritime Center ausgebaut. In ihm werden künftig alle Führungskräfte der insgesamt zehn Carnival-Kreuzfahrtmarken geschult, jährlich 6500.

„Unser Anspruch ist es, unseren Kapitänen und Offizieren die besten Trainings- und Ausbildungsbedingungen zu bieten“, sagt Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. „Im Arison Maritime Center haben sie die Möglichkeit, ihr Know-how und ihre Erfahrung in einer internationalen Gemeinschaft mit den Besten ihres Fachgebietes zu teilen“, fügte er hinzu.

Bisher übten jährlich allein rund 550 nautische und technische Aida-Offiziere im erst 2012 eingeweihten Rostocker Zentrum für maritimes Simulator-Training. Für mehrere Millionen Euro hatte die Reederei unter anderem eine originalgetreue Nachbildung der „Aidablu“-Brücke installiert. Dafür flossen damals zweckgebundene Fördermittel vom Land. Bezüglich einer möglichen Rückzahlung würden die Verhandlungen mit dem Wirtschaftsministerium laufen, erklärt das Unternehmen. Was aus den bisherigen Trainingsräumen im Gebäude der Alten Post wird, ist noch unklar. Benötigt werden sie aufgrund des neu gebauten Aida Home im Stadthafen nicht mehr.

Die sieben Führungskräfte-Ausbilder sollen aber in Rostock bleiben und andere Nachwuchskräfte an der Aida Academy betreuen. Diese werden weiter in der Hansestadt ausgebildet – insgesamt beschäftigt die Reederei mehr als 8000 Mitarbeiter in mehr als 200 verschiedenen Jobs. Allein in Rostock arbeiten mehr als 900 von ihnen. Deren Zahl soll noch wachsen, beispielsweise in den Bereichen Marketing und Sales.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 21:00 Uhr

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