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Dreister Tierklau : Affe aus Greifswalder Tierpark wieder aufgetaucht

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Anonymer Hinweis führt zum Erfolg: Gestohlener Lisztaffe in einer Tasche in einem Neubaugebiet aufgefunden.

Knapp fünf Tage befand er sich in der Gewalt seines Entführers – die Polizei postete auf Facebook sogar ein Fahndungsplakat mit dem gekidnappten Äffchen aus dem Greifswalder Tierpark. Am Wochenende nahm der tierische Kriminalfall nun eine glückliche Wendung. Die Polizei veröffentlichte am Sonntag erneut ein Bild von dem weißen Lisztäffchen, dieses Mal mit der erlösenden Nachricht: „Er ist wieder da.“ Zwei Mitarbeiter des Tierparks hätten das Äffchen am Sonnabend nach einem anonymen Tipp gefunden, teilte der Polizeiführer vom Dienst der Einsatzleitstelle in Neubrandenburg unserer Zeitung gestern Nachmittag mit.

Die Leiterin des Tierparks, so schilderte es Polizeiführer Falko Haack, erhielt am Sonnabend per Telefon einen anonymen Hinweis zum Aufenthaltsort des Äffchens. „Der Anrufer teilte ihr mit, dass sich das Tier in einer Tasche befindet, die in einem Neubauviertel von Greifswald abgestellt ist“, sagte Kriminalhauptkommissar Haack. Mitarbeiter des Tierparks hätten den vermissten Affen daraufhin wohlbehalten am genannten Ort entdeckt.

Wer hinter der Entführung des Lisztäffchens steckt, ist nach wie vor unklar. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen würden fortgesetzt, erklärte der Polizeiführer.

Das Affen-Kindnapping im Greifswalder Tierpark am vergangenen Dienstag war zuerst einem Papagei aufgefallen. Eine grüne „Blaustirnamazone“ saß am frühen Morgen nicht wie üblich in ihrem Gehege, sondern außerhalb auf einem Ast und krächzte vor sich hin. Der Cheftierpfleger entdeckte daraufhin ein aufgeschnittenes Gitter. Jemand hatte sich mit Gewalt Zugang zum Außengehege verschafft und einen von fünf Affen entführt. Die Tierparkleitung machte sich große Sorgen um ihren verschwundenen Insassen und wandte sich mit einer Botschaft an den oder die Entführer: „Ohne Futter und die Gruppe könnte der Lisztaffe schnell eingehen. Wir bitten die Täter daher, das Tier so schnell wie möglich zurückzugeben. Wenn nötig auch anonym in einem Karton vor unserer Tür“, appellierte Cheftierpfleger Frank Tetzlaff an das Gewissen der Kriminellen. Nun sieht es ganz danach aus , dass die eindringlichen Worte des Tierpflegers Wirkung zeigten.

Die Meldung über das glückliche Ende der Äffchen-Entführung sorgte auch in den sozialen Netzwerken für reichlich Gesprächsstoff. „In Greifswald gibt es also doch noch wenige Menschen mit einem Gewissen!“, kommentierte eine Nutzerin. Eine andere Kommentatorin fragte besorgt: „Geht es ihm gut?“ Hauptkommissar Haack kann beruhigen: „Dem Affen geht es gut. Er ist jetzt in Quarantäne.“ Das Tier solle bereits in den nächsten Tagen wieder zu seinen Artgenossen in eine Voliere entlassen werden.

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erstellt am 12.Mär.2017 | 16:35 Uhr

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