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Mecklenburg-Vorpommern

09. Dezember 2016 | 12:42 Uhr

Peene verschmutzt : Abwasser der Zuckerfabrik versickert im Grundwasser

vom

Belastetes Wasser aus den Klärteichen der Zucker- und Ethanolfabrik Anklam gelangen in die Peene.

Beträchtliche Mengen ungeklärte Abwässer sollen aus den Klärteichen der Zucker- und Ethanolfabrik Anklam im Grundwasser versickern und von dort in die Peene gelangen. Dies gehe aus einem Zwischenbericht des Umweltamtes des Landkreises Vorpommern-Greifswald hervor, teilte die Kreistagsabgeordnete der Grünen, Kristin Wegner, am Montag mit. Von den rund 100.000 bis 150.000 Kubikmeter Abwässer, die über möglicherweise undichte Deiche ins Grundwasser gelangten, sollen demnach rund 80.000 Kubikmeter hochbelastet sein.

Wie die Grünen weiter mitteilten, schlagen die Gutachter eine Verbesserung der Deiche, eine Modernisierung der Abwasseraufbereitungsanlage sowie den Verzicht von Klärteichen direkt an der Peene vor. Die Grünen gehen davon aus, dass trotz dieser Maßnahmen auch künftig belastetes Abwasser in die Peene gelangen werde. Sie fordern zusätzliche Messstellen. Zudem werfen die Abgeordneten der Zuckerfabrik vor, mit einer Konzentration ihrer Aktivitäten die Umweltbelastung durch Abwasser, Lärm und Geruch zu verschärfen. Im September 2015 war es in der Peene zu einem massiven Fischsterben gekommen. Die Zuckerfabrik hatte damals eingeräumt, dass aus der Anlage große Mengen Bioethanol über das Rohrsystem in die Regenentwässerung und in die Peene gelangt seien.

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erstellt am 28.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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