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Mecklenburg-Vorpommern

07. Dezember 2016 | 11:34 Uhr

Wirtschaft : 26 norddeutsche Firmen bei erster Börse für Metropolregion Stettin

vom

Der kürzeste Weg zur Ostsee führt für viele Firmen im deutschen Nordosten über das polnische Stettin. Die Großstadt soll wieder das wirtschaftliche Zentrum für die Grenzregion werden. Dafür setzen sich bei der Kooperationsbörse rund 70 Firmen ein.

Mecklenburg-Vorpommern und Polen intensivieren ihre Bemühungen für eine grenzübergreifende Metropolregion Stettin (Szczecin). So werden sich 26 Firmen aus dem Nordosten an diesem Donnerstag an der gemeinsamen Kooperationsbörse „Partnerschaft und Business“ in Stettin beteiligen, wie ein Sprecher der IHK in Neubrandenburg am Dienstag erklärte. Insgesamt würden mehr als 70 Firmen erwartet.

Bei der ersten Börse, die zusammen mit einer polnischen Entwicklungsagentur für die Metropolregion organisiert wird, werden auch Vertreter der Warschauer Außenhandelskammer, die Generalkonsulin Deutschlands in Polen, Cornelia Pieper (FDP), und Vertreter der polnischen Botschaft in Berlin sprechen.

Ab 1. Dezember wird sich die polnische Woiwodschaft Westpommern zudem zwei Tage in Schwerin vorstellen, wo es auch Gespräche mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) geben soll. „Wir haben großes Interesse an einem noch engeren Zusammenwachsen in der Grenzregion“, erklärte Sellering. Auch Brandenburg ist dabei eingebunden.

Polen war nach Angaben der Schweriner Staatskanzlei mit einem Außenhandelsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 der wichtigste Außenhandelspartner für die Nordost-Wirtschaft. So wurden Waren im Wert von 649 Millionen Euro nach Polen exportiert und im Wert von 653 Millionen Euro aus Polen importiert. Als wichtigste Exportgüter wurden Fahrgestelle, Motoren und Fahrzeugteile sowie Pflanzliche Öle und Fette genannt. Zu den wichtigsten Importprodukten gehörten Fische, Krebse und Weizen.

Die „Börse“ soll Stettins Stadtpräsident Piotr Krzystek eröffnen. Die Palette der Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern reicht von der Peene-Werft Wolgast, dem Rostocker Umwelttechnologienetzwerk envi MV, einem Kettenhersteller aus Pampow bei Schwerin, Metallfirmen aus Neubrandenburg, Windkraftfirmen bis zu Anwälten und Arbeitsagenturen.

Die Neubrandenburger IHK betreut federführend Kooperationen mit der polnischen Wirtschaft und die Entwicklung der Metropolregion. In der polnischen Region um die Universitätsstadt Stettin mit Containerhafen und schneller Autobahn- und Bahn-Anbindung nach Berlin leben rund 1,7 Millionen Menschen, ähnlich viele wie in ganz Mecklenburg-Vorpommern und der Uckermark in Brandenburg.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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