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Mecklenburg-Vorpommern

04. Dezember 2016 | 02:58 Uhr

Finanzielle Anerkennung : 2500 Euro Entschädigung für ehemalige Zwangsarbeiter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heimatvertriebene, die zwischen 1939 und 1956 in Polen, Russland, Litauen oder Sibirien Zwangsarbeit leisten mussten, haben Recht auf eine einmalige finanzielle Entschädigung

Nach 70 Jahren wurde mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages eine Anerkennungsrichtlinie für ehemalige Zwangsarbeiter auf den Weg gebracht. Mit dieser bekommen Heimatvertriebene, die zwischen 1939 und 1956 in Polen, Russland, Litauen oder Sibirien Zwangsarbeit leisten mussten, das Recht auf eine einmalige finanzielle Entschädigung von 2500 Euro.

Der Bund der Vertrieben in Mecklenburg-Vorpommern begrüßt diese Maßnahme und fordert nun alle Heimatvertriebenen des Landes auf, beim Landesverband (Berliner Platz 2, 19063 Schwerin) die entsprechenden Anträge auszufüllen. Für die Bearbeitung und Auszahlung ist das Bundesverwaltungsamt in Hamm zuständig.

Wichtig für die Bearbeitung sind nach Informationen des Bundes der Vertriebenen folgende Nachweisdokumente: zunächst eine aktuelle Meldebescheinigung oder amtliche Bestätigung mit Angaben zur Person, eine beglaubigte Kopie des Passes oder Personalausweises sowie ein Nachweis über die Zwangsarbeit.

Gegebenenfalls wird bei Hinterbliebenen noch um beglaubigte Kopien der Geburts-, Heirats- oder Sterbeurkunde bzw. des Vertriebenenausweises oder der Spätaussiedlerbescheinigung gebeten. Die Antragsfrist endet am 31. Dezember 2017.

Hinweise

Leistungsberechtigt sind deutsche Staatsangehörige und Volkszugehörige, die zwischen dem 1. September 1939 und dem 1. April 1956 als Zivilpersonen für eine ausländische Macht Zwangsarbeit leisten mussten. Die Leistung gilt ebenfalls für Deutsche in den ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebieten. Auch hinterbliebene Ehegatten oder Kinder sind leistungsberechtigt, wenn der Betroffene nach dem 27. November 2015 verstorben ist.

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erstellt am 01.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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