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Brandenburg

07. Dezember 2016 | 11:32 Uhr

Brandenburgs Sozialdemokraten : SPD-Spitzenkandidatur für Dagmar Ziegler?

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Prignitzer Abgeordnete mit Chance auf Listenplatz 1 der Brandenburger SPD für Bundestagswahl

Potsdam Brandenburgs Sozialdemokraten müssen umplanen. Hätte man vor einigen Tagen Ministerpräsident Dietmar Woidke oder den Vorsitzenden der Landtagsfraktion, Mike Bischoff, gefragt, wer die SPD in Brandenburg in den Bundestagswahlkampf 2017 führen soll, wäre die Antwort klar gewesen: Frank-Walter Steinmeier. Bei den Bundestagswahlen 2009 und 2014 hatte der Außenminister in Brandenburg an der Havel ein Direktmandat gewonnen – und seit 2014 ist er der einzige in Brandenburg direkt gewählte SPD-Bundestagsabgeordnete, alle anderen Wahlkreise gingen damals an die CDU.

Doch nun soll Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident werden. Brandenburgs Sozialdemokraten müssen sich deshalb umsehen: Dass die vier Ortsverbände in Brandenburg an der Havel Steinmeier als Bundestagskandidaten nominiert haben, ist obsolet. Die zerstrittenen Unterbezirke stehen vor der schweren Aufgabe, einen gemeinsamen Kandidaten zu finden. Im Gespräch ist der Ex- Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher. Ob er sich durchsetzen kann, ist offen.

„Wir führen die Landesvertreterversammlung im späten Frühjahr 2017 durch“, sagte Generalsekretärin Klara Geywitz. Die Sozialdemokraten der Havelstadt sollen Zeit haben, einen Direktkandidaten zu finden, der auf der Landesliste abgesichert werden soll.

Wer Spitzenkandidat der Brandenburger SPD im Bundestagswahlkampf wird, ist dagegen noch unklar – viel spricht nach Informationen aus Parteikreisen dafür, dass es Ex-Finanz- und Arbeitsministerin Dagmar Ziegler, die bei der letzten Bundestagswahl auf Listenplatz 2 stand, werden könnte.

Es stehen bereits einige Brandenburger fest, die 2017 an der Bundesversammlung teilnehmen: Die SPD schickt Ministerpräsident Dietmar Woidke, Landtagspräsidentin Britta Stark , den früheren Ministerpräsidenten Matthias Platzeck, Schlagersängerin Katja Ebstein, den Gold-Kanuten Sebastian Brendel und die deutsch-polnische Gemeindevertreterin Marta Szuster aus der Uckermark. Die Grünen schicken den Neuruppiner Kreistagsabgeordneten Wolfgang Freese in die Bundesversammlung.

 

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erstellt am 16.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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