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Brandenburg

09. Dezember 2016 | 06:48 Uhr

Bildungslandschaft Brandenburg : Promotionen an weiteren Hochschulen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Land kompensiert auslaufende Bundesmittel nicht

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) hat sich für die Einführung eines Promotionsrechts für Fachhochschulen ausgesprochen. Sie trete dafür ein, „dass forschungsstarke Bereiche in Kooperation mit den Universitäten Promotionen durchführen können“, sagte Münch gestern in Potsdam.

Anlass war das 25-jährige Jubiläum der insgesamt vier Brandenburger Fachhochschulen, die im Oktober 1991 per Kabinettsverordnung gegründet wurden. Heute studieren insgesamt 12 000 Menschen an den Einrichtungen in Brandenburg, Eberswalde, Wildau und Potsdam. Die fünfte Fachhochschule des Landes, die Fachhochschule Lausitz, war 2013 mit der Cottbuser BTU fusioniert.

Insgesamt gibt es in Brandenburg derzeit 48 000 Studenten. Münch würdigte die Fachhochschulen als „Erfolgsgeschichte“. Sie seien ein Schlüssel für die Landesentwicklung, weil sie dafür sorgten, dass „Hochschulbildung auch in den weiteren Landesteilen möglich“ sei. Allerdings befinden sich zwei der vier Fachhochschulen im Berliner Speckgürtel.

Ähnlich wie vor einigen Monaten bereits die Universitätsrektoren verwiesen auch die Präsidenten der Fachhochschulen am Montag darauf, dass die Qualität der Brandenburger Abiturienten in den letzten Jahren nachgelassen habe. „In Mathematik, Physik oder Informatik geben wir im ersten Semester Nachhilfe“, sagte Laszlo Ungvari, Präsident der TH Wildau. „Und sehr viele Studenten melden sich da an.“ Die Wissenschaftler zeigten sich auch besorgt über das Auslaufen der Hochschulpaktmittel des Bundes. Wünschen nach Landesfinanzierung der Mittel will Münch nicht entgegenkommen: „Auch kein anderes Land kompensiert die Bundesmittel.“  


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erstellt am 15.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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