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Brandenburg

07. Dezember 2016 | 23:12 Uhr

Lehrer und Polizisten kündigen Demo an

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Proteste für bessere Altersteilzeitregelungen seitens der Landesregierung

Die nächste Brandenburger Landtagssitzung am 9. November soll von einer Großdemonstration von Landesbediensteten begleitet werden. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt rechnen mit 6000 bis 8000 Teilnehmern, die vom Luisenplatz zum Potsdamer Landtag durch die Innenstadt ziehen werden.

Die GEW hat außerdem Personalversammlungen in den vier staatlichen Schulämtern einberufen. Nach der dritten Stunden dürfte damit an den vielen staatlichen Schulen der Unterricht ausfallen. Nach den Personalversammlungen sollen die Lehrer nach Potsdam fahren und an der Protestaktion teilnehmen.

Das Bildungsministerium erklärte gestern gegenüber dieser Zeitung, dass es noch nicht über die Aktion in Kenntnis gesetzt worden sei.

Laut dem Brandenburger GEW-Landeschef Günther Fuchs, soll mit der Aktion auf den Umgang mit älteren Mitarbeitern im Öffentlichen Dienst aufmerksam gemacht und Druck auf die Landesregierung ausgeübt werden, den Einstieg für den Nachwuchs zu erleichtern und attraktiver zu machen.

Die drei Gewerkschaften hatten im Sommer nach monatelangen Verhandlungen die Tarifgespräche mit dem Land für gescheitert erklärt. Es sei nicht gelungen, über Altersteilzeitmodelle oder Vorruhestandsregelungen zu reden, sagte der Landesvorsitzende der GdP, Andreas Schuster.

Das Land habe die ganze Zeit den Standpunkt vertreten, dass eine Einigung nichts kosten dürfe, sagte Schuster. Brandenburg liege im Ländervergleich auf dem vorletzten Platz bei der Besoldung. Es sei in diesem Jahr mit Ach und Krach gelungen, die Stellen für neue Lehrer und Polizeianwärter zu besetzen. Für die Zukunft sei dies unter den gegenwärtigen Bedingungen jedoch nicht mehr realisierbar, warnte Schuster.

 

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erstellt am 20.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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