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Brandenburg

26. Februar 2017 | 02:12 Uhr

Sicherheit : Keine Angst auf den Weihnachtsmärkten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sorgen um die Sicherheit muss sich laut Polizei niemand machen / Diebstahl bleibt häufigste Straftat

Betreiber und Organisatoren der Weihnachts- und Adventsmärkte in Brandenburg haben keine Sicherheitsbedenken. Das zeigt eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Angesichts der Bedrohungslage in Europa erforderten Veranstaltungen mit vielen Menschen zwar Aufmerksamkeit, heißt es aus dem Polizeipräsidium Potsdam. Bisher lägen aber keine Erkenntnisse vor, aus denen sich eine konkrete Gefahr für die Weihnachtsmärkte ableiten lasse. „Mit Maschinengewehren bewaffnete Polizisten verunsichern die Besucher mehr, als dass sie sie beruhigen“, erklärt Präsidiumssprecher Mario Heinemann. Eine besondere Alarmbereitschaft sei nicht erforderlich. Unter dem Eindruck der Anschläge von Paris und der verschärften Sicherheitslage in Deutschland seien im Vorjahr viele Besucher den Weihnachtsmärkten ferngeblieben, sagt Christoph Meyer vom Brandenburgischen Schaustellerverband. Er betreibt auf Weihnachtsmärkten in Potsdam und Berlin Fahrgeschäfte und Imbissbuden. Einige Fahrgeschäfte seien mit Kameras ausgestattet, die auch nachts liefen, um Vandalismus aufzuzeichnen. Größere Schäden seien bislang nicht passiert. „Hin und wieder werden Dekorationen oder Aschenbecher geklaut“, sagt er. Weil Tageseinnahmen nicht in den Buden verwahrt würden, lohne sich Einbruch nicht. „Eine Zunahme der Kriminalität auf Weihnachtsmärkten ist nicht zu verzeichnen“, bestätigt das Polizeipräsidium. Häufigste Straftat sei Diebstahl. Anzeigen wegen Körperverletzung gebe es nur eine Handvoll. Kleine Weihnachtsmärkte wie in Wittenberge, die nur wenige Tage öffnen, bleiben meist von größeren Zwischenfällen und Diebesbanden verschont. „Aus unserer Sicht hat sich die Sicherheitslage nicht verschärft. Es gab keine gravierenden Vorkommnisse“, sagt eine Stadtsprecherin. Durch die enge Zusammenarbeit von Veranstalter, Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung könne die Sicherheit stets gewährleistet werden.

Die Vorbereitungen starten, wenn an Weihnachten noch nicht zu denken ist. „Bis August arbeiten wir unser Sicherheitskonzept aus“, sagt Eberhard Heieck, Geschäftsführer der Firma Coex, die seit 20 Jahren die Weihnachtsmärkte in Potsdam und Cottbus mitorganisiert. Beschlossen werde das Konzept meist im September. Dabei gehe es darum, in Fußgängerzonen und vor höheren Gebäuden Platz für Feuerwehreinsätze zu lassen. Auch dürften Gasheizstrahler nicht neben Holzhütten aufgebaut werden. Der Veranstalter hat auf jedem seiner Märkte vier Sicherheitskräfte im Einsatz. Schausteller können sie über Funk rufen, wenn es Probleme gibt.

Im Schaustellerverband gibt es Schulungen in Sicherheitsfragen wie dem Umgang mit brenzligen Situationen und zum Erkennen von Falschgeld. Christoph Meyer rät von Panikmache ab. „Weihnachtsmärkte sollen Orte des Friedens und der Besinnung sein“, sagt er.

 

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