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Brandenburg

05. Dezember 2016 | 19:37 Uhr

Fahndung Brandenburg und Polen : Erfolgreich gegen Autodiebe

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Grenzüberschreitende deutsch-polnische Ermittlungen führen zur Zerschlagung ganzer Banden

Fahndern aus Brandenburg und Polen ist erneut ein Schlag gegen grenzüberschreitend agierende Autodiebesbanden gelungen. Ermittler beider Länder konnten eine kriminelle Gruppe mit 19 Tatverdächtigen aus dem Raum Gorzow dingfest machen. Das teilten das Brandenburger Polizeipräsidium und die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gestern mit. Der Bande werden 92 Auto-Diebstähle angelastet. Sie hatte sich laut den Ermittlungen auf Kleintransporter der Marken Mercedes und VW spezialisiert. Der Schaden soll bei rund zwei Millionen Euro liegen.

Sieben Fahrzeuge im Gesamtwert von rund 173 000 Euro hatten deutsche und polnische Polizisten einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe sicherstellen können. Zudem wurden drei illegale Werkstätten in Polen ausgehoben, die in Deutschland gestohlene Fahrzeuge zerlegten und weiter verkauften.

Die ersten sechs Bandenmitglieder wurden bereits 2015 festgenommen und an den Landgerichten Frankfurt(Oder) und Neuruppin verurteilt. Ein weiteres Verfahren mit sechs Angeklagten ist am Landgericht Frankfurt (Oder) anhängig. Laut Polizeipräsidium hatten die deutsch-polnischen Ermittlungen 2015 bereits zu einem deutlichen Rückgang bei Diebstählen dieser Fahrzeugtypen im Vergleich zu den Vorjahren geführt.

Die im europäischen Sprachgebrauch als Joint Investigation Team bezeichnete Ermittlungseinheit war im März 2015 als zweite ihrer Art gebildet worden. Ziel dieser Teams ist es, nicht nur die Autodiebe und -kuriere auf frischer Tat zu ertappen, sondern auch Hintermänner und Bandenchefs zu ermitteln.

 

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