zur Navigation springen

Brandenburg

03. Dezember 2016 | 07:44 Uhr

Brandenburg : Drei Erstaufnahmen sollen geschlossen werden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Als im Herbst 2015 täglich Hunderte Flüchtlinge kamen, wurden in Windeseile Flüchtlingsheime ausgebaut

Angesichts der zurückgehenden Flüchtlingszahl sollen drei der acht Brandenburger Außenstellen für die Erstaufnahme geschlossen werden. Bis Ende des Jahres sei die Schließung der Standorte Potsdam, Ferch (Potsdam-Mittelmark) und Oderland-Kaserne (Frankfurt (Oder)) geplant, sagte der Leiter der Erstaufnahme, Frank Nürnberger, der Deutschen Presse-Agentur. Darüber werde derzeit mit dem Deutschen Roten Kreuz verhandelt, das die Einrichtungen betreibt. Denn von den 4700 Plätzen in der Hauptstelle Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) und den acht Außenstellen sind derzeit nicht einmal die Hälfte belegt.

Nach Angaben des Innenministeriums sind auf dem ehemaligen Behördengelände in Potsdam nur rund 140 von 315 Betten belegt. Leichtbauhallen mit mehr als 400 Plätzen wurden dort bereits abgebaut. In der Fercher Außenstelle, die eigentlich bis 2018 laufen sollte, leben derzeit nur 89 Menschen. Auch die Oderland-Kaserne mit 250 Plätzen ist nicht ausgelastet.

Das DRK bemüht sich um sozialverträgliche Lösungen für die Mitarbeiter. „Wir versuchen, Arbeitsplätze in anderen Heimen oder in unseren Kreisverbänden anzubieten“, sagte DRK-Sprecherin Iris Möker am Mittwoch. Die Verträge der 36 Mitarbeiter in der Erstaufnahme Potsdam seien ohnehin bis März kommenden Jahres befristet. Die zehn Mitarbeiter in der Oderlandkaserne könnten möglicherweise in eine neue Einrichtung des Landes wechseln, die kommendes Jahr in Frankfurt (Oder) eröffnen soll. In Ferch sind sechs Mitarbeiter betroffen.

Die Zelte, die bei dem großen Ansturm von Flüchtlingen im Herbst vergangenen Jahres vorübergehend eingesetzt wurden, seien in das Lager für den Katastrophenschutz in Beeskow (Oder-Spree) gebracht worden, berichtete Ministeriumssprecherin Susann Fischer. „Sie könnten dann etwa bei größeren Hochwasser-Katastrophen wieder zum Einsatz kommen.“ Die Leichtbauhallen sollen wieder verkauft werden. Anders ist es bei dem nicht mehr benötigten Mobiliar. „Das wird eingelagert und in anderen Heimen wieder eingesetzt“, berichtete Nürnberger.  

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert