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Brandenburg

29. September 2016 | 08:43 Uhr

Digitalisierung für Tourismus nutzen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bessere individuelle Programme anbieten - Museen und Schaubergwerke beliebt

Die Tourismusbetriebe in Brandenburg müssen aus Expertensicht den digitalen Wandel als Chance für ihren Erfolg begreifen. Trotz des oft engen wirtschaftlichen Spielraums sollte er genutzt werden, sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Michael Ermrich, gestern in Joachimsthal (Barnim). Dort wurde des jährliche Tourismusbarometer vorgestellt.

Die Übernachtungszahlen steigen. Das bedeutet aber nicht, dass sich Brandenburgs Tourismusbetriebe auf den Lorbeeren ausruhen können. Für Wachstum sind weitere Ideen gefragt, lautet kurzgefasst dessen Credo.

Digitalisierung helfe zum einen, betriebsinterne Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen zu sparen. Zudem könnten dem Urlauber individuellere Angebote unterbreitet werden. „Service für Gäste beginnt nicht erst bei der Ankunft, sondern bereits bei der Planung der Reise“, betonte Ermrich.

Laut Tourismusbarometer sehen 77 Prozent der ostdeutschen Firmen die Vorteile der Digitalisierung, aber jeder Fünfte fühle sich unzureichend vorbereitet. Kein Einziger sehe sich überdies so gut gerüstet, dass er den digitalen Wandel mit den bestehenden Ressourcen bewältigen könnte. In Brandenburg ist der Anteil derer, die in dieser Frage keine Strategie haben, mit 37 Prozent am höchsten.

Im ersten Halbjahr kamen 2,1 Millionen Besucher ins Land, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von 3,1 Prozent bedeutet.

Insgesamt werde der Tourismus in Brandenburg von einer stabilen Nachfrage von Gästen aus Deutschland getragen, hieß es.

Bei Besuchern sind Freilichtmuseen zunehmend beliebt: Bis Ende Juli verzeichneten die Museen und Schaubergwerke im Land Brandenburg gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Besucherplus von 12,3 Prozent. Großen Zuwachs meldeten auch die Natur-Infozentren (+8,8 Prozent) sowie Burgen und Schlösser (+4,6 Prozent). Insgesamt kamen knapp 5 Prozent mehr Gäste in die Kultur- und Freizeiteinrichtungen.  

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erstellt am 22.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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