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Selbst gemacht

06. Dezember 2016 | 13:08 Uhr

Serie: Selbstgemacht : Leser sind kreativ

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zahlreiche Einsendungen für unsere Herbst-Serie „Selbst gemacht“: Eine Zwischenbilanz

Häkeln, Backen, Filzen, Malen, Fotografieren, Nähen: Zahlreiche Leser sind in diesem Herbst unserem Aufruf gefolgt und haben uns ihre Ideen für „Selbst gemacht“ geschickt. Dafür noch einmal herzlichen Dank! Großes Interesse gab es dabei auch an den Anleitungen zum Nachmachen. Zeit für eine kleine Zwischenbilanz-Auswahl – auch, weil wir aufgrund der vielen Einsendungen leider nicht mehr jede einzelne Idee ausführlich vorstellen können.

So hat sich beispielsweise Martina Kriedel aus Zapel bei Hagenow an uns gewandt. Die freischaffende Künstlerin ist ein kreativer Allrounder: Sie malt Portraits, schreibt derzeit an einem Märchenbuch und vertont ein Hörspiel, spielt Theater mit selbst gestalteten Marionetten und hat auch schon viele Dinge aus Pappmaschee gebastelt. Hier kommt ihre Anleitung für ein Teelicht:

 

„Zuerst wird ein Luftballon mit Zeitungschnipseln beklebt. Dazu nimmt man einfach normalen Tapetenkleister und rührt ihn nach Packungsanweisung an, lässt ihn 20 Minuten stehen und klebt die Schnipsel aus Zeitungspapier auf den Luftballon. Nach circa vier Lagen kann man den Ballon an der Heizung drei bis vier Tage trocknen lassen oder zwei Stunden bei 80 Grad im Backofen. Dann wird der Ball aufgeschnitten und der Luftballon herausgeholt. Nun wird ein Eimer voll Papierschnipsel hergestellt, mit Wasser bedeckt und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Tag werden das Wasser aus den Schnipseln gedrückt, eine Kleistermischung aus Wasser und Kleister (siehe Packungsanweisung Tapetenkleister) angerührt und die Schnipsel damit vermischt. Jetzt mixt man mit dem Handmixer den Brei zu einer festen Masse. Diese Masse schmiert man um die vorher angefertigte Papp-Halbkugel. Es können verschieden grobe Wölbungen und Stücke außen auf die Halbkugel geformt werden. Das Ganze kommt nun für mindestens sechs Stunden in den Backofen bei 80 bis 100 Grad. Nach dem Trocknen wird das Licht innen und außen mit roter Acrylfarbe angemalt und außen mit Silber bepinselt. Am Schluss wird ein Klarlack außen auf die Form gesprüht, und mit einem Teelicht kann das stimmungsvolle selbst gemachte Werk die dunklen Tage erhellen...“

Viel Spaß beim Nachmachen!

Ideen, die Sie auf Ideen bringen

Essbarer Bauernhof

 

Das muss eine tierisch gute Feier gewesen sein: Unsere Leserin Diana Günster hat uns ein Foto von einer Torte geschickt, die sie zum 2. Geburtstag ihres Sohnes kreiert hat.  Motiv: ein Bauernhof mit Traktor, Schäfchen und Kuh. „Für meinen Sohn war der Traktor natürlich das Beste, und die Torte haben wir gemeinsam vernascht“, erzählt die Mutter.

Krümelmonster-Kekse

 

Krümeln ist bei diesen Keksen ausdrücklich erlaubt.  Silvia Piatkowski backt für ihr Leben gern. Und das ist nicht ihr einziges Hobby, wie sie verrät: „Ich häkel auch gern  kleine und größere Kuscheltiere. So habe ich immer ein ganz persönliches Geschenk zur Hand.“

Strick-Puppen

 

Selbst gestrickte Puppen sind das Lieblingshobby von  Carola  Teichert. „Sie werden aus 33 Einzelteilen gefertigt, ausgestopft und miteinander vernäht“, erklärt die Leserin. Über die Puppen freuen sich nicht nur ihre eigenen Kinder, sondern auch Mädchen aus der Verwandtschaft und dem Bekanntenkreis.

Der Filz-Virus

 

„Es ist wie ein Virus – man kann nicht mehr aufhören, und es ist ansteckend“, sagt Sigrid Rau über das Filzen. Seit gut drei Jahren leitet sie als Seniortrainerin  einen Treff in Schwerin, wo einmal wöchentlich Filzen auf dem Programm steht.  Ihr Wissen gibt sie auch an Kita-Kinder weiter.

Tagesdecke

 

Das war ein Großprojekt: Aus über 300 Stück Granny Squares hat Marita Gronow eine Tagesdecke gehäkelt. „Sie war ein Weihnachtsgeschenk an meine Tochter“, erzählt unsere Leserin aus Brüel.

Blätter-Karten

 

Wenn der Herbstwind die Blätter von den Bäumen weht, bekommt Maibritt Wendig aus Schwerin natürlichen Nachschub für ihre selbst gestalteten Postkarten-Motive. Aus den  getrockneten Laubblättern werden dann richtige kleine Kunstwerke.

Dreieckstuch

 

Wenn es kälter wird, brauchen auch die Jüngsten einen Halswärmer. Der ist schnell selbst gemacht, wie Katrin Wöllner aus Rostock zeigt. Sie hat uns eine Anleitung für ein Dreieckstuch für Kindergartenkinder geschickt.

 

 

Anleitung:

 

 

 

 

 

1. Man benötigt 1x45 cm x 33 cm Fleece plus 1 cm Nahtzugabe sowie 1x45 cm x 33 cm Baumwollstoff, Jersey oder Cord.

2. Das Schnittmuster wird jetzt bis zur Mitte umgelegt und man legt es mit der Kante an den Stoffbruch und nimmt die doppelt Lage an Stoff.

3. Jetzt werden beide Stoffe zugeschnitten, dann werden die Stoffe rechts auf rechts aufeinander gelegt und zusammengenäht bis auf eine kleine Wendeöffnung ca. 3 cm. Nahtanfang und Nahtende müssen richtig vernäht werden (hin und zurück), damit die Naht nicht aufreißen kann.

4. Nun wird das Dreieckstuch mit der Wendeöffnung einmal gewendet und die Naht mit einem Blindstich verschlossen.

5. Zuletzt werden die Druckknöpfe (Kam Snaps) mit einer Druckknopfzange angebracht. Wer keine Druckknöpfe nehmen möchte, kann auch Klettband annähen. Mein Tipp: Das Loch mit der Ahle vorstechen, bevor man die Druckknöpfe  anbringt.

 

>> Weitere Teile unserer Serie "Selbstgemacht" finden Sie im Dossier.

 

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erstellt am 08.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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