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Reise und Tourismus

10. Dezember 2016 | 11:45 Uhr

Inselstadtstaat : Platzmangel in Singapur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Inselstaat in Südostasien will die grünste Stadt der Welt werden.

Über fünf Millionen Menschen leben in der pulsierenden Glitzermetropole – und es werden immer mehr. Der Stadtstaat ist eines der dicht besiedelsten Gebiete der Welt. Platz ist Mangelware, denn flächenmäßig ist Singapur kleiner als Hamburg. Dazu besuchen etwa 15,2 Millionen Touristen aus aller Welt pro Jahr den Inselstadtstaat.

Was also tun, um des Menschenzustroms Herr zu werden? Wenn eine Stadt sich nicht mehr in der Breite vergrößern kann, muss sie in die Höhe wachsen. Ein Wolkenkratzer schießt daher in Singapur neben dem nächsten aus dem Boden. Doch wer deshalb nur eine Aneinanderreihung steriler Hochhausbauten erwartet, wird überrascht sein: Natur und Großstadtdschungel liegen in der Metropole erstaunlich nah beieinander. Der nächste Park ist in Singapur oft nur wenige Minuten entfernt, überall gibt es Grün.

Nahezu alle Straßen sind gesäumt von hohen, tropischen Bäumen, und es gibt bepflanzte Grünstreifen. Von vielen Gebäuden hängen Pflanzen herab, viele Hausdächer sind begrünt – denn für die Pflanzen gilt das gleiche Motto: Wo sie nicht mehr in die Breite wachsen können, müssen sie in die Höhe gebracht werden. Vertikale oder in luftiger Höhe installierte Balkon- und Kräutergärten, wie im Hotel Parkroyal, zeigen, wie man die Idee vom Grünen in ein modernes Designkonzept integriert.

Doch damit nicht genug, denn Singapur verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: eine „grüne Revolution“. Aus dem Betondschungel soll eine wahre Oase werden – die grünste Stadt der Welt, eine „City in a Garden“. Die Regierung hat nämlich Nachhaltigkeit als Standortvorteil erkannt. Es geht jetzt nicht mehr nur darum, so hoch wie möglich zu bauen, sondern auch so grün es geht. Kontrollierte Natur, die die Lebensqualität der Menschen erhöhen soll.

Am auffälligsten wird diese perfekte Symbiose zwischen Natur und Technologie bei den „Gardens by the Bay“ – direkt gegenüber der Skyline des Finanzdistrikts an der Marina Bay gelegen. Künstliche Supertrees (Superbäume) sind der Kern der riesigen futuristischen Parkanlage. Die bis zu 50 Meter hohen Stahl- und Betonkonstruktionen sind mit verschiedenen Pflanzenarten begrünt. Diese spannende Kombination aus Architektur und Botanik ist aber nicht nur optisch ein Hingucker – in den Supertrees wird zudem Regenwasser gesammelt und durch Solaranlagen der Strom für die imposante Nachtbeleuchtung erzeugt.

Die Gardens by the Bay beherbergen zudem zwei gigantische Gewächshäuser. In einem rauscht ein 35 Meter hoher künstlicher Wasserfall in die Tiefe und sorgt für das typisch feuchte Klima, in dem Orchideen und Farne zu Hause sind. Viele Orchideensorten findet man auch in der populärsten Oase der Stadt: Der Singapore Botanic Garden beheimatet mehr als 10  000 tropische Pflanzenarten und die bedeutendste Sammlung an Palmen, Palmfarnen, Orchideen und Ingwerwurzeln in der ganzen Region. Die über 150 Jahre alte Parkanlage gehört seit Juli 2015 zum Unesco Weltkulturerbe. Im Orchideengarten findet man die größte Orchideensammlung der Welt mit mehr als 20  000 Pflanzen. Im VIP-Orchideengarten finden sich Züchtungen, die Prominenten wie Lady Di oder Margareth Thatcher gewidmet sind.

 

 




 

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erstellt am 15.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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