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Reise und Tourismus

04. Dezember 2016 | 17:19 Uhr

Bergen (Norwegen) : Feuchte Schönheit des Nordens

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt Bergen im westnorwegischen Fjordland betört auch bei schlechtem Wetter.

Nein, den Schirm sollte man bei einem Besuch in Bergen besser nicht vergessen. Die zweitgrößte Stadt Norwegens gilt als regenreichster Ort Europas. Durchschnittlich fast 250 Regentage pro Jahr machen die Hafenstadt im Südwesten Norwegens zum eher feucht-kühlen Reiseziel. Doch die Küstenmetropole ist zugleich eine der schönsten Städte Skandinaviens. Gemütliche Bars und Cafés sowie dreißig Museen bieten genug Beschäftigung bei schlechtem Wetter.

Fast 400  000 Einwohner leben im Großraum der Universitätsstadt, die auch als „Tor zu den Fjorden“ bezeichnet wird. Die Bedeutung der alten Hafenstadt lässt sich schon an ihrer Verkehrsanbindung ermessen. Bergen hat einen Flughafen, ist mit der Bergen-Bahn direkt mit der Hauptstadt Oslo verbunden und zudem Start- oder Endpunkt der Hurtigruten-Schiffsreisen entlang der Westküste Norwegens. Bereits im Mittelalter war der Naturhafen Bergens für Handelschiffe von großer Bedeutung. Bis auf das 12. Jahrhundert gehen viele noch heute erhaltene Gebäude wie die Hakonshalle oder der Rosenkrantzturm zurück. Das wichtigste touristische Kapital der Stadt aber sind die Bryggen, auch Tyske Bryggen genannt, was so viel wie „deutsche Anlegebrücken“ meint.

Blick vom Hausberg Fløyen auf Bergen.
Blick vom Hausberg Fløyen auf Bergen. Foto: Diemar
 

Die ehemaligen Kontore und Lagerhäuser der Hanse-Kaufleute wurden zwar bei mehreren Stadtbränden nicht verschont, aber stets originalgetreu wieder aufgebaut. Als emblematisches Beispiel hanseatischer Baukunst in Skandinavien gehören sie daher bereits seit 1979 zum UNESCO- Weltkulturerbe. Mehrere Hundert der bunten Holzhäuschen reihen sich am Wasser und bieten auch bei schlechtem Wetter eine farbenfrohe Kulisse. In dem einstigen Lagerlabyrinth haben sich heute Kunsthandwerker, Galerien und Künstler eingemietet. Ein Hansemuseum klärt über die ruhmreiche Geschichte auf und bietet sichere Zuflucht vor dem nächsten Guss.

Das Kunstmuseum findet sich ebenfalls mitten im Zentrum. Von der Renaissance bis zu zeitgenössischen Werken kann man bei grauem Wetter in Farben schwelgen und etwa Werke von Kandinsky, Klee, Miró, Munch und Picasso bewundern. Ebenfalls sehenswert ist das Meeresaquarium von Bergen, das als eines der schönsten Europas gilt und auch per Boot von den Bryggen aus erreichbar ist. An Tagen, wo das Wasser in Strömen vom Himmel kommt, lässt sich hier im Trockenen das nasse Element bewundern.

Wenn die Sonne dann doch plötzlich scheint, strömt ganz Bergen nach draußen. Die Rasenflächen von Parks und Gärten sind belagert. Auf Booten werden Hängematten gespannt, um dem Licht zu huldigen. Und der Sonnenuntergang vom Hausberg Floyen aus wird zum Spektakel.

>> Auskunft: www.visitnorway.de und www.visitbergen.com/de


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erstellt am 12.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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