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Mode & Lifestyle

09. Dezember 2016 | 18:24 Uhr

Tipps für Herren : Das richtige Outfit für den Job

vom
Aus der Onlineredaktion

Kleidung ist Kommunikation ohne Worte. Diese Tipps für Herren helfen, den Dresscode einzuhalten und damit die richtige Aussage zu treffen.

Wann darf bei Männern der Hemdknopf offen bleiben und wann ist das dunkle Sakko Pflicht? Tipps zur Business-Kleidung für Männer gibt Oliver Sklorz, Chef des Oldenburger Maßateliers „Die Form“.


Klassisch


Für welchen Anlass: Weißes oder hellblaues Hemd, Krawatte und dunkler Anzug (grau, schwarz, dunkelblau): Diese Kombination vermittelt Vertrauen und Sicherheit. Entsprechend häufig findet man sie im Bereich Bankwesen und Versicherungen.

Geht gut: Wer Pep in die Klassikkombi bringen möchte, spielt mit der Kragenform des Hemdes: statt spitz nach unten zeigenden Kentkragen den etwas flacheren Haifischkragen wählen oder ein Sakko mit zwei statt drei Knöpfen tragen. Wichtig: Die Hemdsärmel müssen so lang sein, dass sie etwas unter dem Anzug hervorragen, die Hände jedoch nicht verdecken. Das Sakko sollte auf Höhe der Handgelenkknöchel abschließen. Das Schulterpolster hängt weder schlaff über der Schulter, noch wird es von ihr ausgebeult. Die Hose sollte die Schnürsenkel verdecken und zur Ferse hin leicht abfallen, sodass der Stoff über dem Rist einen leichten Knick macht.

Geht gar nicht: Handy am Gürtelclip, „witzige“ Krawatten oder stark gemusterte Hemden zu ebenfalls auffälligen Krawatten. Buttondown-Kragen und Krawatte gehören beim Anzug nicht zusammen. Und: Kurzarmhemd plus Anzug ist selbst an heißen Tagen ein No-Go.

Für wen: Für Banker, Versicherungsvertreter, Rechtsanwälte und Buchhalter, kurz: für alle, die seriös wirken möchten und müssen.



Schick


Für welchen Anlass: Elegantes Bürooutfit trifft auf etwas salopperen After-Work-Dress. Dieses Outfit ist das passende für den Business-Brunch mit Kunden, für lockere Empfänge und Geschäftsreisen. Klingt entspannt, ist aber die Business-Kombi mit dem größten Fettnäpfchen-Potenzial.

Geht gut: Es darf mit Farben gespielt werden, die zwar modern sein dürfen, aber nicht so grell, dass sie sofort ins Auge springen. Zum Beispiel sind farbige Krawatten und Hemden mit feinen Streifen erlaubt, obwohl auch hier nach wie vor das weiße Hemd der klassische Partner ist. Schuhe und Gürtel sollten unbedingt farblich abgestimmt sein. Je nach Anlass kann die Krawatte weggelassen und der Anzug durch eine edle Stoffhose samt Sakko ersetzt werden.

Geht gar nicht: Polohemden, Strickpullis, Cordhosen und Jeans haben hier ebenso nichts zu suchen wie protzige Uhren und anderer auffälliger Schmuck.

Für wen: Angestellte und Selbstständige in nicht kreativen Berufen mit viel Kundenkontakt – Außendienstler, Vertriebler, Politiker. Oder für Manager und Führungskräfte bei nicht strikt formellen Kundenterminen außerhalb des Büros.


Casual


Für welchen Anlass: Ein lockeres, aber immer noch explizites Business-Outfit. Getragen wird dieser Look bei entspannten Geschäftsessen oder weniger offiziellen Terminen wie Firmenfeiern.

Geht gut: Eine hochwertige Hose aus Baumwollstoff (Chinos) in Hell oder Dunkel wird mit Hemd (die ersten beiden Knöpfe bleiben offen) und Sakko kombiniert. Wenn es zum Anlass passt, darf es auch ein dezentes Poloshirt (gern auch in Langarm) in Weiß oder Dunkelblau sein. Schnürschuhe können gegen Slipper oder Loafer getauscht werden.

Geht gar nicht: T-Shirts, Turnschuhe und alles, was sonst noch in die Rubrik Freizeitlook fällt. Das Outfit heißt „Casual“, nicht „Couch“. Ausnahme: Sie leben an der amerikanischen Westküste oder haben viel modisches Fingerspitzengefühl. Dann sind edle Jeans (mit Hemd, Sakko und Krawatte) akzeptabel.

Für wen: Für Berufe im Bereich Werbung, PR und Medien, zu deren Jobprofil der Kontakt nach außen gehört. Hier wirken Anzug und Krawatte schnell abweisend und von oben herab. Legere, aber dennoch seriöse Kleidung schafft dagegen Nähe.


Individuell


Für welchen Anlass: Wer einen kreativen Job mit wenig Kundenkontakt hat, kann im Büro seinen persönlichen Stil ausleben. Sauber und frisch sollten die Sachen aber sein.

Geht gut: Brillen mit knalligem Rahmen, (gepflegter) Vollbart, Karohemden und gekrempelte Jeans. T-Shirts sind fast schon Pflicht – und vielseitig kombinierbar: weißes Shirt plus Lederjacke schafft einen Rockerlook, ein Ringelshirt mit Jackett bringt Seefahrerflair.

Geht gar nicht: Gürtel und Hosenträger zusammen, ohne Strümpfe in die Schuhe schlüpfen, eine viel zu weite Hose faltig auf gefühlter Achselhöhe festzurren.

Für wen: Hardcore-Kreative, Hipster und alle, die klarmachen wollen: „Ich bin individuell.“ Dass man nicht immer ernst genommen wird, muss man in Kauf nehmen.


Sportlich


Für welchen Anlass: Dieser Look ist unkonventionell, bedeutet aber nicht Jogginghose und Turnschuhe. Oft findet man aufgesetzte Taschen, Knöpfe in Kontrastfarben und klaren, geradlinigen Formen. Ein legeres Outfit für den Freitag oder das entspannte Businesstreffen auf dem Golfplatz.

Geht gut: Jeans kombiniert mit Polohemd in hellen Farben (Weiß, Hellgelb) und/oder edlem Strickpulli, am besten in Grau, Dunkelblau oder Schwarz. Dazu passt eine kurze, sportliche Jacke. Die Schuhe dürfen flach sein – gut machen sich weiße (saubere!) Sneaker.

Geht gar nicht: Jeans im Used Look mit Löchern und Flicken, Jogginghosen, Wanderstiefel oder (Outdoor-)Sandalen. Und: Eine GPS-Sportuhr gehört nicht an den Schreibtisch, sondern auf die Laufstrecke. Besser: dezentes Silber.

Für wen: Schlanke, kräftig gebaute Männer jüngeren Alters in kreativen Berufen. Ältere Semester können auch einen Casual-Stil subtil mit sportlichen Elementen aufpeppen.

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erstellt am 26.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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