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Liebe, Flirt und Partnerschaft

04. Dezember 2016 | 21:23 Uhr

Geheimnisse in Beziehungen : Was Ihnen Ihr Partner nicht verrät

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Männer schauen heimlich Erotikfilme, Frauen lügen beim Shopping-Budget: Das sind die größten Geheimnisse in Beziehungen

Offenheit und Ehrlichkeit? Von wegen! In Beziehungen wird gelogen – beziehungsweise verschwiegen – , dass sich die Balken biegen. Das hat zumindest eine Umfrage im Auftrag der Online-Partnerbörse ElitePartner ergeben. Das Spektrum der Geheimniskrämerei reicht von Beziehungszweifeln über heimliche Schwärmereien, das Gewicht des Partners oder erotische Videos bis hin zum Shopping-Budget. Und: Männer sind bei weitem die größeren Geheimniskrämer.


Tabuthema Liebeszweifel


Ein Geheimnis, das Frauen und Männer gleichermaßen im Verborgenen bewegt, sind Zweifel an der Beziehung. Ganze 17 Prozent der Deutschen verheimlichen ihrem Partner, dass sie an der Beziehung zweifeln. Offenbar besteht große Unsicherheit, wie der Partner oder die Partnerin auf diese Gedanken reagieren würde.

Auch wer sich das „für immer mit einem“ noch nicht so richtig vorstellen kann, hüllt sich lieber in Schwiegen: Jeder oder jede Siebte denkt insgeheim, dass er oder sie unsicher ist, ob die Liebe wirklich ewig hält. Aber auch weitere Tabuthemen wie die Gewichtszunahme des Partners (13 Prozent) und die Zahl der Sexpartner (zwölf Prozent) bleiben von vielen unausgesprochen.

Was die Studie vor allem zeigt: Männer haben weitaus mehr Geheimnisse als Frauen. Und für Partnerinnen gibt es durchaus Grund zur Sorge. Denn ihr vielkritisierter Hang zur Eifersucht ist häufig gar nicht so unbegründet: Ein Viertel aller vergebenen Männer findet heimlich eine andere Frau attraktiv und verschweigt das der Partnerin. Bei den Frauen sind es nur 16 Prozent.

Wenig Gefahr geht dabei allerdings von Ex-Partnern und -Partnerinnen aus: Nur acht Prozent der Männer und sechs Prozent der Frauen denken insgeheim noch an ihre Verflossenen.


Männer sind Meister im Geheimhalten


Doch vergebene Männer haben noch mehr Geheimnisse: Der Konsum erotischer Videos ist zweifelsohne das größte. Zugegeben, es überrascht nicht, dass Männer auch dann, wenn sie in einer Beziehung sind, gerne mal das ein oder andere Filmchen schauen. Umso unerwarteter ist es aber, dass sie das Thema so sorgfältig verheimlichen. Frei nach dem Motto „alle, nur ich nicht“ behält jeder Dritte seinen Pornokonsum lieber für sich.

An der Geheimniskrämerei ändert sich übrigens auch nichts, wenn er einen Ring am Finger trägt, es bereits gemeinsamen Nachwuchs gibt oder sich erste graue Haare zeigen. Allerdings hüllen sich Männer zwischen 30 und 39 Jahren besonders gern in Schweigen, was den Konsum erotischer Videos angeht: Hier liegt der Anteil sogar bei 40 Prozent.


Frauen spielen mit offenen Karten


Im Gegensatz zu ihren männlichen Gegenparts geben sich Frauen in Beziehungen erstaunlich ehrlich und offen. Sie erreichen bei allen abgefragten Aspekten deutlich geringere Prozentpunkte. Außer in einem Punkt: beim Thema Shopping. Da unterschlagen Frauen gerne einmal, wie viel sie für das neue Kleid oder die schicke Bluse wirklich ausgegeben haben. 18 Prozent der Frauen sind hier nicht ganz offen mit ihrem Partner. Dagegen lassen nur drei Prozent der Männer ihre Partnerinnen im Unwissen darüber, wie viel das zwölfte Paar Sneakers wirklich gekostet hat.

Das Rezept einer glücklichen Partnerschaft liegt nicht darin, alles mit dem Partner zu teilen, kleine Geheimnisse sind völlig normal, solange sie nicht das Vertrauen des anderen missbrauchen, sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach zu den Ergebnissen der ElitePartner-Studie. Doch viele nutzen nicht die Chance, über Zweifel, Lust und Fantasien mit dem Partner zu sprechen, sondern leben diese Bereiche in der Heimlichkeit aus und machen sie zu einem partnerschaftlichen Tabu.

Dabei wächst eine Beziehung durch ein offenes, ehrliches Gespräch über Unzufriedenheiten im Alltag, bei den Finanzen oder beim Sex. Wer die Dinge verschweigt, nimmt sich die Möglichkeit, Neues miteinander auszuprobieren und sich weiterzuentwickeln.

Für die ElitePartner-Studie wurden im Oktober/November 2015 insgesamt 11213 erwachsene deutsche Internetnutzer (keine ElitePartner-Mitglieder) befragt.
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