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Liebe, Flirt und Partnerschaft

01. Oktober 2016 | 01:47 Uhr

Liebe : Ruheorte zum Oktoberfest

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

So manch einer findet auf der Wiesn beim Münchener Oktoberfest die Liebe – doch wo hin, wenn es romantisch werden soll? Ein paar Tipps.

Wer zur Oktoberfestzeit nach München kommt, weiß, worauf er sich einlässt. Wiesn bedeutet – in diesem Jahr von heute bis 3. Oktober – Ausnahmezustand. Doch abseits des Trubels gibt es Ruheorte in der Stadt, Oasen der Stille und Schönheit. Hier eine kleine Auswahl:

Innenhof der Glyptothek: Dass sich beschwipste Lederhosenträger in die Glyptothek verlaufen, ist arg unwahrscheinlich. Das Museum am Königsplatz strahlt mit seinem Säulenportal altehrwürdige Strenge aus, und in den Sälen stehen zwar viele Nackte herum, aber die sind aus Marmor, blass und steinalt.

Nymphenburger Schlosspark: Die meisten gehen nur den Mittelteil entlang des Kanals auf und ab. Dieser Teil wurde im französischen Stil mit Springbrunnen und symmetrischen Blumenbeeten angelegt. In den Seitenteilen im englischen Stil ist deutlich weniger los. Dabei gibt es auch hier viel zu sehen: die Amalienburg zum Beispiel oder das Palmenhaus, das heute ein Café mit hübschem Garten ist. Gute Orte zum Lustwandeln.

Olympia-Alm: Die Touristen im Olympiapark pilgern zur BMW-Welt und zum Fernsehturm, dann drehen sie um – und überlassen den winzigen Biergarten den Ortskundigen, die unter ausladenden Sonnenschirmen Obazda oder Spareribs essen, während Studenten vorbeijoggen. Zum anschließenden Verdauen streckt man sich am besten auf dem Südhang des Bergs aus, mit Panoramablick über die Frauentürme bis zu den Alpen. Durchaus romantisch.

Alter Südfriedhof: Zugegeben, es gibt ruhigere Friedhöfe – aber in München wohl keinen interessanteren. Beim Spazieren durch das Spalier der Grabsteine liest man gefühlt die Hälfte der großen Straßennamen. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten zum Kennenlernen und Plauschen.

St. Emmeram: Eigentlich könnte man an dieser Stelle auch den gesamten Nordteil des Englischen Gartens empfehlen. Erstaunlich wenige Besucher schaffen es über das Brückchen, das den Mittleren Ring überspannt. Dahinter winden sich Bäche zwischen hohem Gras und knorrigen Bäumen. Der abgeschiedenste von mehreren Biergärten liegt weit im Norden am Rand des Parks. Die Sankt Emmeramsmühle war mal ein Promi-Treff, Boris Becker soll hier regelmäßig sein Bier getrunken haben.

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