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Liebe, Flirt und Partnerschaft

19. Februar 2017 | 15:26 Uhr

Ratgeber Beziehung : Mit „sorry“ allein ist es nicht getan

vom
Aus der Onlineredaktion

Jeder verbockt mal etwas. Das ist halb so schlimm, wenn man sich entschuldigt. Doch wie gelingt das am besten? Sechs Tipps für die perfekte Entschuldigung

Dass Paare sich streiten, ist normal. Dass sie sich wieder versöhnen, sollte ebenso selbstverständlich sein. Und doch fällt es vielen schwer, ein „Tut mir leid!“ über die Lippen zu bringen. Schon Popstar Elton John sang vor vielen Jahren „Sorry seems to be the hardest word“. Doch warum nur?

„Entschuldigung ist schon ein großes Wort, steckt doch das Wörtchen Schuld darin“, erklärt Maria Sohr, Coach und Klärungshelferin in Augsburg gegenüber der Zeitschrift Apotheken Umschau (Online-Ausgabe). „Wenn wir unsere Schuld eingestehen, sind wir automatisch in der schwächeren Position gegenüber unserem Partner.“ Manchmal haben wir Schwierigkeiten damit, einen Fehler zuzugeben, weil wir uns dann inkompetent fühlen. Wir fürchten, vom Partner eins auf den Deckel zu kriegen. Oder noch schlimmer: Er könnte uns nicht mehr so lieben.

Dabei ist es eine große Chance für die Beziehung, einen Konflikt auszutragen und sich danach zu versöhnen: „So lernt man einiges über den Partner und sich selbst und kann sich als Paar weiterentwickeln“, sagt Maria Sohr. Allerdings kommt es darauf an, wie man streitet. Denn nirgends ist man sich so nah und damit auch so verletzlich wie in einer Partnerschaft. Beide wissen genau, wie sie den anderen treffen können. Umso wichtiger ist die Entschuldigung gegenüber dem Menschen, den man liebt. Bleibt sie aus, besteht die Gefahr, dass die Sache weiter­schwelt und an anderer Stelle wieder zum Vorschein kommt. Wie entschuldigt man sich aber so, dass es von der Gegenseite gut akzeptiert werden kann? Zwei Forscher-Teams aus den USA untersuchten dies kürzlich. Sie fanden heraus, dass es vor allem auf sechs Dinge ankommt:
>Anerkennen, dass man etwas falsch gemacht, den anderen verletzt oder gekränkt hat.
>Anbieten, das Fehlverhalten wiedergutzumachen.
>Erklären, was falschgelaufen ist.
>Sagen, dass es einem leidtut.
>Um Verzeihung bitten.
>Reue zeigen.

Ist die Zeit einmal zu knapp dafür oder die Gelegenheit unpassend, sollte man wenigstens die ersten zwei – zentralen – Punkte berücksichtigen, so die Forscher. Denn sie zeigen, dass man es nicht bei bloßen Worten belässt, sondern diesen auch Taten folgen lassen möchte. „Meist muss man gar nicht viel Aufhebens um die Entschuldigung machen. Schon ein Blick und eine entsprechende Geste können genügen, um dem Partner zu zeigen: ‚Ich habe es nicht so gemeint‘, sagt Maria Sohr.

So­lange man wütend und aufgewühlt ist, wird es aber schwierig sein, die richtigen Worte zu finden. Das gilt auch, wenn sich der Partner zwar im Ton vergriffen hat, sich aber trotzdem nach wie vor im Recht fühlt.

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