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Essen und Trinken

09. Dezember 2016 | 22:18 Uhr

Tipps von Ernährungsexpertin : Wie bleibt man in der Adventszeit schlank?

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Bratwurst, Glühwein, Schmalzkuchen: Die Adventszeit ist immer auch eine Zeit der Leckereien. Von vielen dieser Spezialitäten hat man länger etwas – in Form von überflüssigen Pfunden. Doch wie schafft man es, die Weihnachtszeit zu überstehen, ohne kugelrund zu werden? Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt Hinweise.

Zum 1. Advent eröffnen in ganz Deutschland wieder die Weihnachtsmärkte. Diese locken die Besucher jedes Jahr mit süßen und herzhaften Leckereien. Wem die Gerüche von Glühwein, Bratwurst und Crêpes um die Nase wehen, dem wird es nicht leicht fallen, standhaft zu bleiben – wohlweislich, dass es sich bei den Leckereien zur Weihnachtszeit zumeist um regelrechte Kalorienbomben handelt. Doch wie kann man die Wochen rund um die Feiertage überstehen, ohne sich ein paar Kilo zusätzlich anzufuttern? Oder ist es gar nicht so schlimm, wenn man mal über die Stränge schlägt? (Hier finden Sie alles zu den Weihnachtsmärkten in Ihrer Region)

Maß halten als oberstes Credo

 

Selbstverständlich sei es ideal, wenn man beim Gang über den Weihnachtsmarkt oder durch den Supermarkt die Kalorien im Hinterkopf behält, sagt Antje Gahl von der DGE im Gespräch mit unserer Redaktion. Dennoch dürfe zu dieser Zeit des Jahres auch gerne mal kulinarisch gesündigt werden. „Man geht ja nicht auf den Weihnachtsmarkt, um Kalorien zu sparen, sondern um zu genießen“, betont die Ernährungsexpertin. Maß halten und nicht übertreiben sei in der Adventszeit das oberste Credo.

„Wenn man in der Zeit ein paar Mal über die Stränge geschlagen hat, im restlichen Jahr aber Sport macht und sich bewusst ernährt, ist es nicht so tragisch“, erklärt sie.

Wichtig sei es, die kulinarische Weihnachtszeit als kalorienreiche Phase auf einen kleinen Zeitraum zu begrenzen: die Festtage im Dezember und nicht – wie das Angebot an weihnachtlichen Leckereien suggeriere – von September bis Januar.

 

Tricks von der Expertin

 

Um auch während der Weihnachtszeit nicht zu viel zuzunehmen, gebe es aber einige Kniffs – auch psychologische. An vielen Stellen könnte man dadurch Kalorien einsparen. Statt Vollmilchschokolade zu essen, sollte man lieber auf Zartbitterschokolade zurückgreifen. Statt Glühwein zu trinken, könnte man auch mal auf Früchtetee zu sich nehmen. Statt den Weihnachtsteller im Wohnzimmer nur mit Süßigkeiten zu befüllen, könnte man ihn auch mit Nüssen und Früchten bestücken, so Gahl. Zudem sollte man den Teller nur ein paar Stunden am Tag sichtbar auf den Tisch stellen. „Wenn er da steht, greift man eher zu“, sagt Gahl.

Allgemeine Tipps der DGE für die Festtage:

  • Nehmen Sie sich den Gourmet als Vorbild: Essen Sie langsam und mit viel Zeit zwischen den Gängen. Das fördert das Sättigungsempfinden.
  • In geselliger Runde vergisst man leicht, sich auf das Essen zu konzentrieren. Versuchen Sie deshalb, mehr darauf zu achten, was Sie alles zu sich nehmen und essen Sie langsam und mit Genuss.
  • Planen Sie in Ihrem Weihnachtsmenü einen frischen Salat oder eine Gemüsesuppe ein. Das bremst den Appetit und füllt den Magen.
  • Stellen Sie Kartoffeln, Getreideprodukte und Gemüse auch beim Weihnachtsmenü in den Mittelpunkt. Sie enthalten wenig Fett, sättigen gut und sind reich an Nähr- und Ballaststoffen.
  • Bevorzugen Sie fettärmere Fleisch- und Geflügelsorten wie Truthahn, Schweine-/Rinderlende, Roastbeef, Wild oder Fisch und sparen Sie bei der Zubereitung Fett ein (Bratbeutel, Folie, fettarme Soßen).
  • Legen Sie während der Feiertage zwei Mahlzeiten zusammen oder lassen Sie nach einer reichhaltigen Kaffeetafel das Abendessen ausfallen. Das spart Arbeit und Kalorien.

Tipps zum Naschen

Gerade zu Weihnachten locken viele Süßigkeiten wie Dominosteine, Lebkuchen, Spekulatius und Stollen. Es gibt allerdings viele genussvolle Alternativen:

  • Präsentieren Sie auf dem Weihnachtsteller nicht nur Schokolade, Spekulatius und Marzipan. Neben Apfel, Nuss und Mandelkern finden hier auch getrocknete Datteln, Feigen, Orangen, Mandarinen oder andere Zitrusfrüchte wie Pomelo Platz. Und: Durch das Obst, die Nüsse und die Gewürze entfaltet sich ein weihnachtlicher Duft im Raum.
  • Der klassische Adventsteller mit Süßigkeiten kommt nur an den Adventssonntagen auf den Tisch. Unter der Woche können Sie den Teller mit „gesunden“ Weihnachtsleckereien bestücken. So bleibt der kalorienreiche Adventsteller eine Besonderheit, auf die Sie sich die ganze Woche freuen.
  • Haben Sie Lust auf etwas Süßes und möchten ohne Reue genießen? Bringen Sie eine süße Hauptspeise auf den Tisch: Bratapfel, Grießsterne in Kirschsoße mit Lebkuchengewürz, Crêpes mit exotischen Früchten
  • Bei den Schokoladensorten gibt es natürlich Unterschiede hinsichtlich des Zucker- und Fettgehalts und somit auch der Energie: Ein Riegel (12,5 g) Vollmilchschokolade enthält beispielsweise 69 Kalorien, spezielle Riegel für Kinder liegen bei 71 Kalorien, Zartbitterschokolade liegt bei 62 Kalorien und die Bitterschokolade bei 49 Kalorien. Für alle Schokoladen gilt: Mehr als einen Riegel sollte die Ausnahme sein.
  • Verknappen Sie Ihr Angebot. Kaufen Sie nur zwei oder drei Weihnachtsleckereien ein.

Wissen Sie noch von weiteren Weihnachtsmärkten in der Region? Dann freuen wir uns über eine Nachricht an onlineredaktion@svz.de.

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erstellt am 24.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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