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Anzeige - Küchenlust

09. Dezember 2016 | 22:19 Uhr

Leseraktion Küchenlust : Kochen um die Traumküche: Finale Tag 1

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die ersten vier Kandidaten versuchten, die Jury mit ihren Kreationen zu überzeugen − als Hauptgewinn lockt eine Traumküche

An die Kochlöffel, fertig los! Am Mittwoch starteten unsere ersten vier Küchenlust-Kandidaten in die Kochsessions. Für den Gewinner winkt nichts Geringeres als eine Traumküche von Grambow & Widmer im Wert von 10 000 Euro. Die ersten zwei Kandidaten, die sich in Schwerins ältester Kochschule zum Duell trafen, waren dennoch gelassen. Marko Frömter aus Kogel bei Zarrentin hat seinen Malzbiergulasch schon etliche Male für die Familie gekocht. „Das Fleisch ist kein Problem“, ist er sich sicher, „aber die Kartoffelnudeln könnten kritisch werden. Die dürfen nämlich nicht zusammen kleben.“ Das Nudelrezept hat der 35-jährige Familienvater in einem tschechischen Kochbuch entdeckt, welches er der überraschten Jury auch gleich präsentierte. „Der Schinken ist wahrscheinlich älter als ich“, lacht Frömter während er die Nudelstränge in etwa gleich große Stücke schneidet.

In der Küche nebenan kämpft Kontrahentin Simone Geißdörfer ebenfalls mit Nudelteig. Die Meerbuscherin möchte schwarze Ravioli zu ihren Pastis Gambas im Mandelsüppchen (Rezept unten) servieren. Den Teig hat die ambitionierte Hobbyköchin natürlich selbst gemacht, allerdings muss dieser nun eine gute Stunde ruhen, „was zeittechnisch zum Problem werden könnte“, so Geißdörfer. Außerdem fehlt mit Mandelöl die Geheimzutat für das Gericht der 35-Jährigen. „Ich wollte erst noch welches von zu Hause mitbringen“, ärgert sich die Kundenberaterin. Ob die Jury sich an dem stattdessen eingesetzten Walnussöl wohl stören wird? Gesagt haben sie jedenfalls nichts, auch nicht zum Gulasch. „Wir wollen den Kandidaten keine Tendenzen verraten“, sagt Küchenstudio-Chef Detlef Grambow, „schließlich haben wir noch nicht alle Gerichte probiert.“

Am Nachmittag trafen dann Patricia Müller aus Schwerin und Janett Losch aus Parchim im Küchenstudio von Grambow & Widmer in Schwerin aufeinander. Die Jury freute sich schon im Vorfeld auf ein deftiges Abendessen mit Barbecue-Schweinebauch und glasierten Hackbällchen (Rezept unten). Von Aufregung war auch in diesem Duell nicht viel zu spüren. „Ich bin gut vorbereitet“, ist sich Janett Losch sicher. Nur der Garpunkt kann ihr zum Verhängnis werden. „Ich mache den Bauch sonst auf Niedertemperatur“, erklärt die Parchimerin, „doch das war zeitlich nicht drin. Jetzt muss ich halt die Temperatur hochdrehen, wir werden sehen, wie es läuft.“ Nebenan kontrolliert Patricia Müller ihren Ablaufzettel. „Normalerweise koche ich nicht nach Plan“, sagt die Schwerinerin, „aber in so einer Situation kann man ja doch mal etwas vergessen.“ „Sie macht das sehr gut“, beruhigt Ehemann Ralf. „Das Essen meiner Frau schmeckt immer super“, lacht der Schweriner, „außerdem hat sie extra noch auf dem Induktionsherd meiner Schwester geübt, da kann nichts schief gehen.“ Der Jury jedenfalls hat es gemundet. „Wir hatten einen guten Kandidaten-querschnitt für den ersten Tag“, resümierte Jurymitglied Maik Romahn (Edeka) am Abend. „Und ich hätte nicht gedacht, dass wir uns in unserer Bewertung so einig sind.“ Ob die Stimmung unter den Jurymitgliedern wohl auch an Duell-Tag 2 so harmonisch bleibt? Man darf gespannt sein.

Und so geht der Kochwettbewerb weiter: Schürze umlegen, ein leckeres Gericht kochen und mit etwas Glück eine Traumküche im Wert von 10 000 Euro gewinnen – die Küchenlust geht in die finale Phase. In der letzten Woche haben acht Kandidaten in den Showküchen von Grambow & Widmer in Schwerin um den Sieg gekocht. Doch bisher durfte nur die Jury ihre Punkte vergeben. Vom 27. Oktober bis zum 3. November können Sie, liebe Leser,  für Ihren Favoriten oder Ihr Lieblingsrezept online und per Telefon abstimmen. Aus den Voting-Stimmen und dem Juryurteil wird dann der Sieger ermittelt. Auf dem finalen Gourmetabend  am 7. November 2016 wird die Jury  den glücklichen Gewinner  der Traumküche bekannt geben. Wir sind gespannt, wer von unseren Kandidaten letztlich Jury und Leser überzeugen kann. Viel Glück!
Patricia Müller, Schwerin: Glasierte Hackbällchen

„Ich freue mich schon auf die Kochduelle, bin aber auch etwas aufgeregt“,  erzählt Patricia Müller aus Schwerin, „denn so öffentlich vor einer Jury habe ich ja noch nie gekocht.“ Deshalb geht die 26-Jährige auch mit ihrem Lieblingsgericht ins Rennen. „Das ist süß und würzig, eine gute Mischung, die jedem schmecken sollte.“ Mit ihrer Freundin habe die Schwerinerin früher regelmäßig Rezepte aus Zeitschriften nachgekocht und variiert. Patricia Müller weiß also, wie man den Kochlöffel schwingt. Und da demnächst ein Umzug ansteht, würde sich die Außendienstmitarbeiterin sehr über eine neue Küche von Grambow & Widmer freuen. Doch vorher darf sich unsere Jury   freuen – auf  Patricia Müllers  Lieblingsrezept: „Glasierte Hackbällchen an Tomaten-Aprikosen-Salsa mit Kartoffelgratin“.  frsc

Janett Losch, Parchim: Barbecue Schweinebauch

„Ich habe meinem Freund gesagt, ich kümmere mich um die Küche für unser neues Heim und er sich um den Rest“, lacht Janett Losch aus Parchim. Der Küchenlust-Wettbewerb spiele ihr da genau in die Karten, so die 31-Jährige. Ihr Rezept,  der Schweinebauch auf Barbeque-Art, schoss ihr direkt in den Sinn als sie unseren Aufruf las. Vor einer Jury zu kochen bereitet der Buchhalterin noch etwas Bauchschmerzen, denn normalerweise steht höchstens noch ihr Sohn mit ihr in der Küche. Der neunjährige Christopher begeistert sich schon fast so sehr für das  Kochen wie seine Mama. „Er fragt sehr viel, schnippelt gerne  und möchte bei allem helfen“, erzählt die Parchimerin stolz. Sollte Mama Janett also die Jury und Leser überzeugen , so freut sich sicher auch der Nachwuchs aufs Wirbeln in der neuen Küche.

Celina Zorbas, Güstrow: Rohkostsalat auf Ovencake

„Ich mache mit, weil ich zeigen möchte, dass vegetarische Küche lecker ist“, betont Celina Zorbas aus Güstrow. „Die vorgegebenen Zutaten sind allerdings nicht ganz einfach, da denkt man sofort an schwere Hausmannskost.“ Doch schließlich hat die 21-Jährige ein Gericht kreiert, das  die geforderten Komponenten enthält und trotzdem für eine junge und moderne Küche steht. Diese leichte Küche möchte die junge   Güstrowerin, die sich auch beruflich viel mit gesunder Ernährung beschäftigt, repräsentieren. „Ich habe zwar griechische Wurzeln, kann aber trotzdem gut auf Fleisch verzichten“, scherzt Zorbas. Und:  „Mediterrane Gemüsegerichte gibt es viele.“ Der  Jury serviert sie „Rohkostsalat auf Ovencake und Rotwein-Sahne-Sauce“.

Dr. Behrend Böckmann, Kirch Rosin: Mäkelbörger Tüffelfladen

„Ich bin ein kochender Opa mit Vorliebe für Gerichte aus vergangenen Zeiten“, beschreibt sich Dr. Behrend Böckmann  lachend. Der 74-jährige Pensionär aus Kirch Rosin bei Güstrow kocht täglich frisch für seine Familie. Zum Kochen kam Böckmann schon als kleiner Junge, denn seine Mutter war Küchenmamsell, erzählt er. Später ist der Erziehungswissenschaftler viel gereist und so sind seine Gerichte „bodenständig wie bei Muddern mit Einflüssen aus der französischen, afrikanischen und russischen Küche“. Für den Wettbewerb sollte es aber schon etwas typisch Mecklenburgisches  sein und so tüftelte Böckmann in der heimischen Küche. Das Ergebnis war der „Mäkelbörger Tüffelfladen“. Unsere Jury freut sich darauf.

Katrin Wille, Schwerin: Mediterranes Lammfilet

„Ich möchte die Küche gar nicht für mich gewinnen“, erklärt Katrin Wille aus Schwerin, „sie soll ein Geschenk für meine Oma sein.“ Die alte Küche der Großmutter habe nämlich schon fast 50 Jahre auf dem Buckel und die Rentnerin sei zu bescheiden, sich selbst noch einmal etwas Neues anzuschaffen. „Dabei waren es doch gerade meine Omas, die meine Kochleidenschaft geweckt haben“, erzählt die 33-jährige Schwerinerin. Ganze Nächte habe   sie  damit verbracht, neue Gerichte auszutüfteln. „Seit mein Sohn da ist, brauche ich allerdings meinen Schlaf“, lacht Wille. Die Passion fürs Kochen aber ist geblieben und so geht  die junge Mutter  mit „Mediterraner Kartoffel-Gemüse-Pfanne an Lamm“ ins Rennen um die Traumküche.

Birgit Bischof, Bochin: Kaninchen im Parmesanmantel

„Ich wohne am Ende von Mecklenburg oder am Anfang, je nach Betrachtung“, lacht Birgit Bischof aus Bochin bei Dömitz. „Ich bin auf dem Land groß geworden und wenn die Männer  auf dem Feld waren, habe ich als kleines Mädchen meiner Mutter in der Küche geholfen.“ Heute steht die 58-Jährige   immer noch gern mit Familienmitgliedern  am Herd – mit ihren Enkeln. „Die Kinder denken sich aus, was sie essen möchten  und dann wird gemeinsam gekocht“, erklärt die gelernte Verkäuferin. Für unsere Jury hat sie sich allerdings etwas Exquisiteres als Eierpfannkuchen ausgedacht und möchte mit „Kaninchenrückenfilet im Parmesanmantel, Kartoffel-Ziegenfrischkäsesouffle, Blattspinat und  Kaninchen Veloute“ überzeugen.

Marko Frömter, Kogel: Biergulasch an Kartoffelnudeln

„Eine neue Küche, das wäre schon ein Traum“, schwärmt Marko Frömter aus Kogel bei Zarrentin, „die wollen wir uns schon seit Jahren anschaffen.“ Mit zwei kleinen Kindern kam allerdings immer etwas Wichtigeres dazwischen  und so war der junge Familienvater sofort Feuer und Flamme als er von unserem Kochwettbewerb erfuhr.  Bei Frömters zu Hause kocht nämlich der Papa und das immer  frisch.  Ideen für sein Küchenlust-Gericht fand der gelernte Mediengestalter schließlich in einem seiner vielen Kochbücher. „Bodenständig sollte es sein und in die Jahreszeit passen, da dachte ich sofort an einen ,Tschechischen Malzbiergulasch mit Kartoffelknödeln’,  würzig und lecker!“, lacht Frömter. Ob der Familienvater damit auch bei unserer Jury punkten kann?

Simone Geißdörfer, Meerbusch: Pastis Gambas an Ravioli

„Der Kochwettbewerb kommt genau zur rechten Zeit“, seufzt Simone Geißdörfer, „denn in meiner Küche fällt gerade alles auseinander, erst der Kühlschrank, jetzt auch noch der Herd“ . Dabei wirbelt die Kundenberaterin   doch so gerne an Letzterem. „Meist koche ich für Familie und Freunde, aber ein öffentliches Duell hat mich auch immer schon gereizt.“  Als sie jetzt  von der Küchenlust erfuhr, passte alles zusammen und auch die Idee für ihr Gericht kam Geißdörfer sofort. „Wo es draußen immer kälter wird, wollte ich den Sommer   zurückholen“, erklärt die 35-Jährige. Normalerweise zaubert die passionierte Hobbyköchin  aber eher Gerichte, die in die Jahreszeit  passen. Ob unserer Jury bei „Pastis Gambas, Mandelschaumsuppe und schwarzen Ravioli“ auch sommerlich warm wird, wird sich morgen zeigen.

>> Alles rund um unsere Leseraktion Küchenlust lesen Sie in unserem Dossier

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erstellt am 21.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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