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Eltern und Kind

28. August 2016 | 09:04 Uhr

Ferienmagazin : Lebensretter am Wasser

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

DLRG-Rettungsschwimmer Carsten Rosenberg erzählt aus seinem Alltag an der Ostsee.

Wenn andere in der Ostsee planschen, passt Carsten Rosenberg auf, dass nichts passiert. Er ist Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Seit 2002 verbringt der 30-Jährige seine freie Zeit neben seinem Beruf damit, am Wasser das Geschehen zu überwachen und im Notfall einzugreifen. Tara Gottmann sprach mit ihm.

Wie wird man Rettungsschwimmer?
Um Rettungsschwimmer zu werden, müssen drei Abzeichen absolviert werden. Das ist ähnlich wie mit den regulären Schwimmabzeichen, es gibt sie in Bronze, Silber und Gold. Bronze können Kinder ab zwölf Jahren machen, Silber ab 15 Jahren. Und mit 16 Jahren darf man mit dem Wachdienst beginnen.

Wieso hast du dich dazu entschieden, Rettungsschwimmer zu werden?
Ich habe bei der DLRG mit dem Schwimmen angefangen und bin dabei geblieben. Irgendwie kam ich dann automatisch zum Rettungsschwimmen.

Wie läuft ein Tag als Rettungsschwimmer ab?
Die Rettungsschwimmer treffen sich jeden Tag um kurz vor 9 Uhr. Dann wird die Ausrüstung vorbereitet, der Tag geplant und die Boote werden ins Wasser gelassen. Auch Schwimmtrainings werden absolviert. Von 9 bis 18 Uhr haben wir Wachdienst. Dieser wird stündlich gewechselt, da die volle Konzentration gewährleistet sein muss. Zwischen 17.30 und 18 Uhr beginnt die Nachbereitung.

Wie reagieren dein Team und du, wenn Anweisungen nicht eingehalten werden?
Das kommt leider häufiger vor. Wir können dann nichts machen, weil wir nur belehren und hinweisen dürfen. Wenn die Erwachsenen die Baderegeln anwenden würden, die jedes Kind lernt und kennt, dann würde viel weniger passieren.

Musstest du schon mal jemanden retten?
Ja. Ich musste bisher drei Personen vor dem direkten Ertrinken retten. Dass wir Leuten helfen, deren Segelboot oder Ähnliches gekentert ist, kommt häufiger vor.

Sind es eher Kinder oder Erwachsene, die aus dem Wasser geholt werden müssen?
Es sind eher ältere Personen, aber auch viele Kinder, die noch nicht sicher genug schwimmen können.

Was bedeutet es für dich, Rettungsschwimmer zu sein?
Ich habe eine hohe Verantwortung den Badegästen gegenüber. Das mache ich freiwillig. Als Rettungsschwimmer muss man teamfähig sein und bekommt eine hohe Sozialkompetenz.

Hattest du im Einsatz schon einmal Angst?
Ja, natürlich. Bei jedem Einsatz ist ein gewisses Eigenrisiko dabei. Aber ohne Adrenalin geht es auch nicht.

Kommst du überhaupt selbst zum Baden?
Auf jeden Fall. Abends haben wir Rettungsschwimmer ganz normal Freizeit und unternehmen viel zusammen. Wir gehen schwimmen, spielen Beachvolleyball oder kochen auch gemeinsam.

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erstellt am 17.Jul.2015 | 21:00 Uhr

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