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Digital

29. September 2016 | 08:42 Uhr

Facebook-Gründer auf Stippvisite : Sportlich und charmant: Mark Zuckerberg in Berlin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Facebook-Chef will Image des Sozialen Netzwerks aufpolieren und spendet 1,1 Millionen Euro für Forschungseinrichtungen

Die öffentliche Debatte um Facebook in Deutschland kennt häufig nur zwei Themen: die ausländerfeindlichen Kommentare in dem Netzwerk und den ewigen Zankapfel Datenschutz. Gestern kam Konzernchef Mark Zuckerberg zu einem zweitägigen Besuch nach Berlin, um das Image des Unternehmens zu korrigieren. Nach einem ausgedehnten Jogginglauf durchs Brandenburger Tor traf sich der 31-Jährige mit Kanzleramtsminister Peter Altmeier (CDU), um seine Zukunftsprojekte vorzustellen und auf ein Millionengeschenk für Forschungsinstitute in Deutschland und Europa hinzuweisen. Über 1,1 Millionen Euro spendet Facebook an Einrichtungen wie die TU Berlin oder das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. Damit wird beispielsweise ein Projekt am Universitätskrankenhaus Charité in Berlin gefördert, wo mit Hilfe von selbstlernenden Systemen die Erkennung Brustkrebs in Bildern von Gewebeproben verbessert werden soll.

Bei Facebook gehört die Beschäftigung mit dem Thema „Artificial Intelligence“ (Künstliche Intelligenz, KI) inzwischen zum Kerngeschäft. KI-Anwendungen helfen dem Netzwerk etwa dabei, Bildinhalte zu erkennen. So können inzwischen Facebook-Algorithmen die Gesichter von einzelnen Menschen erkennen. In Europa ist die Funktion wegen der datenschutzrechtlichen Bedenken deaktiviert.

Beim hamburgischen Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar zeigte die Charmoffensive von Zuckerberg allerdings wenig Wirkung. Er warf ihm zum wiederholten Male vor, sich nicht an deutsches Recht zu halten. „Facebook sammelt zu viele Daten, verfolgt seine Nutzer und besteht auf deren Klarnamen, auch wenn es gegen das Gesetz ist“, sagte Caspar. Der Datenschützer ist in Deutschland zuständig für Facebook. Er bedauerte, dass auch bei dem Berlin-Besuch Zuckerbergs nicht über Datenschutz gesprochen werden solle.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 19:30 Uhr

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