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Digital

03. Dezember 2016 | 07:41 Uhr

Funklautsprecher : Perfekter Sound ohne Strippe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ob vom Smartphone oder aus dem Netzwerkspeicher: Musik wird immer öfter drahtlos an Lautsprecher übermittelt

Mobile Lautsprecher sind gefragt wie nie. Im Jahr 2015 gehörten sie zu den großen Gewinnern der Branche. Drei Millionen portable Boxen gingen dem Branchenverband gfu zufolge in Deutschland über die Ladentische – 50 Prozent mehr als im Jahr 2014.

Ein Grund ist die zunehmende Beliebtheit des mobilen Musikhörens abseits von Kopfhörern oder scheppernden Smartphones. Während unterwegs meist Bluetooth-Boxen mit Akku zum Einsatz kommen, ist daheim die Domäne der Wlan-Lautsprecher, die inzwischen sogar die klassische Anlage ersetzen können. „Der größte Vorteil von Bluetooth-Audio ist seine Flexibilität“, sagt Markus Schelhorn vom Fachmagazin „Macwelt“.

Die Kopplung der Geräte über den Kurzstreckenfunk ist extrem einfach, meist genügt ein Tastendruck. „Danach stellen sie automatisch eine drahtlose Verbindung her, sobald sie in Funkreichweite kommen“, erklärt der neue Pocket-Guide „Portable Audio“ vom IFA-Veranstalter gfu. „Die maximale Entfernung beträgt je nach Modell etwa zehn bis 30 Meter.“ Selbst kleine Lautsprecher halten mit einer Akkuladung zehn Stunden und länger durch. Größere Boxen liefern den Experten zufolge mehr Bass und damit auch mehr Pegel, müssen aber nicht besser klingen. Praktisch sind Bluetooth-Lautsprecher mit Mikrofon zum Telefonieren. Ein Micro-USB-Anschluss zum Laden ist quasi Standard.

Auf eine besonders einfache Möglichkeit der Kopplung weist die Stiftung Warentest hin. Dank der Nahfunktechnologie Near Field Communication (NFC) genüge es, wenn der Nutzer etwa sein Smartphone kurz mit einer Kontaktfläche des BT-Lautsprechers berührt: „Im Display des Smartphones poppt dann umgehend die Frage auf: ,Bluetooth-Gerät koppeln?’ Diese wird mit einem Fingertipp auf ,OK’ bejaht und schon läuft die Musik über den Lautsprecher – so lange der Akku hält.“ Die Tonqualität einer Bluetooth-Box wird auch von der Übertragung beeinflusst. Die gfu rät Käufern, auf die Unterstützung von Codecs wie aptX zu achten, die die Voraussetzung für qualitativ hochwertigen Klang bilden, insbesondere bei der Wiedergabe hochauflösender Dateien.

Bislang eignen sich nur wenige Geräte, um synchron in mehreren Räumen gleichzeitig zu musizieren. Wer auf diese sogenannte Multiroom-Beschallung Wert legt, sollte sich Wlan-Lautsprecher näher anschauen. „Die kleinen Kisten geben Musik aus dem Heimnetzwerk und aus dem Internet wieder, ab 100 Euro gibt es passende Modelle“, sagt Christoph de Leuw von der „Computerbild“. „Haben Sie mehrere kabellose Lautsprecher, lassen die sich sogar koppeln – und Sie lauschen in verschiedenen Räumen Ihrer Lieblingsmusik.“

Die Titelauswahl und die Steuerung erfolgen dabei ganz komfortabel per Smartphone-App. Große Modelle können Stereoanlagen mittlerweile qualitativ ersetzen – und alle renommierten HiFi-Hersteller haben sie im Angebot.

Sollen mehrere dieser Lautsprecher kombiniert werden, vertraut man am besten bei allen demselben Hersteller. Sonst sind zur Steuerung unterschiedliche Apps erforderlich. Außerdem gelingt dann die synchrone Wiedergabe in mehreren Räumen nicht.

Preislich starten BT-Lautsprecher bei rund 40 Euro. Klanglich können sich BT-Boxen mit den meisten Wlan-Lautsprechern nicht messen. Zudem gelingt per BT der Musikabruf von einem PC oder einem anderen Speicher im Netzwerk nicht.

Jochen Wieloch

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erstellt am 19.Okt.2016 | 10:28 Uhr

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