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Digital

02. Dezember 2016 | 19:09 Uhr

Was brauchen Ältere wirklich? : Nicht zu alt für neue Technik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Senioren zu alt für das Internet? Unsinn! Die Technik lernen kann jeder, sagen Experten

Geht es um neue Technik, winken Oma, Opa oder die Großtante oft ab. „Dafür bin ich zu alt“, heißt es. Ein Irrtum, sagen Experten: Man müsse die Geräte nur nutzen wollen – und im Alltag tatsächlich brauchen. „Ältere neigen dazu, zu sagen, ,Das verstehe ich nicht mehr’“, erklärt Barbara Keck von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen. Dabei müsse neue Technik immer erklärt werden, selbst Jüngeren.

Technische Geräte   würden in Studien ganz unterschiedlich angenommen, sagt Marten Haesner. Er leitet die AG Alter und Technik der Forschungsgruppe Geriatrie an der Berliner Charité. „Das liegt aber weniger am Alter oder an der Technik-Akzeptanz.“ Entscheidend sei der individuelle Nutzen. In einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom gaben etwa 50 Prozent der Senioren mit Smartphone an, das Gerät erleichtere ihren Alltag. Und jeder Vierte erklärte, er könne sich ein Leben ohne Smartphone gar nicht mehr vorstellen.

Keck wirbt vor allem dafür, das Internet zu nutzen. „Gerade wenn man älter wird, wenn die Wege beschwerlicher werden, bietet das Internet sehr viele Möglichkeiten.“

Waren bestellen, Behördenformulare ausfüllen, Nachrichten, Öffnungszeiten oder das Wetter abrufen, nennt sie als Beispiele. Wichtig ist auch die Kommunikation mit Familie und Freunden: „Mailen, Bilder von den Enkeln bekommen – das nutzen und schätzen Ältere sehr.“

Welches Gerät man dafür wählt, hänge von den Bedürfnissen ab: Wer viel mit Texten arbeitet, sei mit einem Laptop gut beraten. Wer viel unterwegs ist und gerne ein schnelles Foto macht, dürfte ein Smartphone oder Tablet praktisch finden. „Nützlich ist alles, was die Lebensqualität älterer Generationen erhält und verbessert“, sagt Erhard Hackler von der Deutschen Seniorenliga.

„Kinder, Enkel, Freunde, Bekannte, sie alle können behilflich sein“, sagt Barbara Keck. In vielen Städten gebe es Computerclubs, Technik-Beratungsstellen oder VHS-Kurse. Beim Kauf von Geräten sei oft die Buchung eines Installationsservices ratsam, der die wichtigsten Funktionen einrichtet, sagt Keck. „Das kostet natürlich etwas, aber ich würde lieber bei der Technik sparen und stattdessen in guten Service investieren.“

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erstellt am 15.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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