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Digital

23. Januar 2017 | 15:49 Uhr

„Creators Update“ : Microsoft umgarnt die Jugend

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

3D, VR, Gaming: Im kommenden Frühjahr liefert das Windows „Creators Update“ viele Funktionen für Kreative

Wie lockt man die Jugend zurück zum PC? Windows muss Spaß machen. Das ist das erklärte Ziel von Microsoft-Chef Satya Nadella. Schon vor dem Start von Windows 10 gab er die Losung aus, die Menschen sollten Windows erst „brauchen und dann lieben“.

Eine mutige Ansage für eine Software, die als trockenes Betriebssystem für Büro-PCs gestartet und dann zu einem überladenen Software-Monster mutiert war.

Doch im Frühjahr 2017 könnte es soweit sein. Mit dem kostenlosen «Creators Update» sollen Spaß und Kreativität Einzug halten. Auf einer Veranstaltung in New York versprach Microsoft vor allem «3D für alle», integrierte virtuelle Realität und mehr Spaß beim Spielen.

Die kleine Sandburg auf der Bühne wird einmal mit dem Smartphone umrundet, und schon sendet die Kamera ein dreidimensionales Abbild auf den Computer. So einfach soll es werden, beliebige Objekte in dreidimensionale Abbilder zu verwandeln. Geladen wird das Objekt, von der Lieblingspuppe bis zum Familienauto, in den Windows-Klassiker Paint. Das Uraltprogramm aus den Anfangstagen von Windows bekam eine Generalüberholung zu „Paint 3“ und verfügt jetzt mit Remix3D.com direkt über eine ganze Datenbank mit 3D-Objekten. Auch die eigenen Kreationen aus dem Blockbuster-Spiel Minecraft erwachen zum Leben - ein Traum für Kinder und Instagram-Fans.

Die Software für die teure Hologramm-Brille Hololens für die Industrie wird mit dem Update ebenfalls in Windows 10 eingebacken. Zusammen mit einer Reihe preisgünstiger virtueller Brillen, die Partner wie HP, Lenovo oder Dell liefern werden, eröffnet sich dem Nutzer ohne aufwändige Installation die Welt der zahlreichen 360-Grad-Filme im Internet. Apps wie Skype oder Paint stehen in digitalen Regalen bereit, der Browser hängt wie ein Bild an der Wand oder schwebt über dem Wasser - je nachdem, in welcher digitalen Umgebung gerade gespielt, gelernt und entspannt werden soll.

Mit all diesen Funktionen zielt Microsoft auf die Jugend, die auf iPads spielt oder sich 3D-Videos mit Android-Smartphones und Samsungs Gear VR-Brille anschauen. Doch da ist noch mehr: „Wir sind das Unternehmen, das Erbauer, die Macher und die Kreativen unterstützt“, versprach Nadella. „Die letzten zehn Jahre drehte sich alles um den Konsum von Inhalten. Die kommenden zehn werden sich um das kreative Erschaffen drehen.“ Windows soll dann eine zentrale Schaltstelle sein.

Windows springt auch auf den heißesten Trend der Gaming-Industrie auf: Spiele-Broadcast. „Creators Update“ erlaubt, Videospiele direkt live ins Internet zu übertragen. Fremde oder Freunde verfolgen dann die Schlacht und können ihre Kommentare abgeben.

Damit die Windows-10-Spieler oder 3D-Drucker nicht von ihrem Smartphone abgelenkt werden, hat sich Microsoft etwas einfallen lassen. Ein Kommunikations-Hub bündelt alle ankommenden Mitteilungen eines Kontakts, von SMS über E-Mail bis Skype oder Messenger übersichtlich an einer Stelle auf dem Desktop. Geantwortet wird direkt vom PC aus.

Das Windows „Creators Update“ wird im Frühjahr 2017 als kostenloser Download für alle Besitzer von Windows 10 zur Verfügung stehen.

Axel Postinett

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