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Digital

08. Dezember 2016 | 10:49 Uhr

Fotografieren : Kompakt oder mit System?

vom
Aus der Onlineredaktion

Eine kompakte Knipse für den Urlaub oder eine hochwertige Systemkamera für anspruchsvolle Aufnahmen zu jeder Gelegenheit

Auch wenn Smartphones immer bessere Fotos machen: Ihre geringe Größe setzt Optik und Bildqualität Grenzen. Wer also mehr als nur Schnappschüsse machen möchte, sollte erwägen, in eine richtige Kamera zu investieren.

Leicht ist die Auswahl aber nicht, denn das Angebot ist riesig. Die große Vielfalt in diesem Bereich reicht von günstigen Modellen für 50 Euro bis zu sehr hochpreisigen Kameras für mehrere Tausend Euro.

Die klassische Digitalkamera für die Hosentasche ist durch moderne Mobiltelefone aber quasi überflüssig geworden. Diese Modelle haben oft einen sehr kleinen Bildsensor und lichtschwache Objektive. Wer sich von der Bildqualität hochklassiger Smartphones wirklich absetzen will, sollte zu Kompakten mit mindestens Ein-Zoll-Bildsensoren oder größer greifen, rät Zimmermann. Diese kosten ab circa 300 Euro.

Allgemein gilt bei Bildsensoren die Regel: je größer, desto besser, erläutert Constanze Clauß vom Photo-Industrieverband. Denn je mehr Fläche auf dem Sensor zur Verfügung steht, desto mehr Bildpunkte (Pixel) finden darauf auch problemlos, das heißt nicht zu dicht gedrängt, Platz. Zu viele Pixel mit zu wenig gegenseitigem Abstand auf einem zu kleinen Sensor sind dagegen ebenso wie zu kleine Pixel ein Nachteil, weil so das Risiko für Bildrauschen steigt.

Kompaktkameras bieten mitunter einen enormen optischen Zoom mit 50-facher Vergrößerung und mehr. „Das kann manchmal für Wow-Effekte sorgen“, sagt Zimmermann – und erschließe mitunter ganz neue Motive.

Von der Ausstattung her müssen sich hochklassige Kompaktkameras keineswegs vor Spiegelreflexkameras und spiegellosen Systemkameras verstecken. Dennoch haben sie gegenüber diesen beiden Klassen einen entscheidenden Nachteil: ihre fixen Objektive.

Für jede Fotosituation optimal aufgestellt ist man aber nur mit einer Spiegelreflex- oder Systemkamera und der jeweils passenden Optik. Makro-Objektive für den Nachbereich nehmen ein Gänseblümchen formatfüllend auf, mit dem Teleobjektiv wird der Storch auf dem Kirchturm herangezoomt, Weitwinkelobjektive heben ganze Landschaften imposant ins Bild, und für Schnappschüsse gibt es das Normalobjektiv. Nachteile: Die Objektive kosten mitunter viel Geld und machen den Kamera-Rucksack schwerer.

Was unterscheidet nun eine Spiegelreflexkamera von einer Systemkamera? Der Name verrät es bereits: Eine Spiegelreflex hat einen Schwingspiegel im Gehäuse, der das Licht – also auch das Bild – aus dem Objektiv in den optischen Sucher umlenkt, und im Moment der Aufnahme hochklappt, so dass das Licht auf den Bildsensor fällt.

Systemkameras verzichten auf den Spiegel, manche haben einen eingebauten oder einen nachrüstbaren elektronischen Sucher, der das Bild vom Sensor abgreift. Viele Systemkameras bieten zur Bildkontrolle aber auch nur das Display auf der Rückseite. Insbesondere wegen des fehlenden Spiegels und seiner Mechanik sind Systemkameras leichter und haben ein kompakteres Gehäuse als Spiegelreflexkameras.

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