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Digital

04. Dezember 2016 | 00:49 Uhr

Einmaleins der Smartphone-Hüllen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der Bumper und das Flipcase: Vor Schäden am Handy schützen Hüllen oder Cases, die sogar gut aussehen können

Die Auswahl an Schutzhüllen fürs Handy ist riesig: „Hardcase, Softcase, Bumper oder Flipcase sind nur vier Beispiele für unterschiedliche Varianten, die sich vor allem in Bezug auf das Material voneinander unterscheiden“, erklärt Hayo Lücke vom Portal „Inside-Handy.de“.

Ein Hardcase etwa besteht meist aus festem Kunststoff. Bumper für den Handyrahmen sind dagegen aus gummiartigem Material und sollen Stöße und Stürze kompensieren. Und Softcases sind häufig aus biegsamen Materialien wie Silikon oder Thermoplastischem Polyurethan (TPU) hergestellt, erklärt Lücke. Der Vorteil: „Das Handy liegt spürbar griffiger in der Hand.“ Aber Vorsicht: „Bei Silikonhüllen sollte vor dem Kauf eine Begutachtung stattfinden, denn wenn das Material zu weich ist, kann das Smartphone bei einem Sturz aus der Hülle fliegen“, erklärt Abdul El-Chafei, Handyreparatur-Experte aus Hannover.

Die Hülle sollte auch nicht zu dünn sein, weil sich der Druck dann wie bei harten Materialien direkt aufs Smartphone überträgt. Besonders wichtig sei es, die Ecken des Smartphones zu polstern. „In der Regel ist es immer besser, ein Case zu nehmen, welches einen dicken Rand hat, der über dem Display absteht – das schützt den Bildschirm bei einem frontalen Crash“, sagt El-Chafei. Sein Tipp für alle, die es dezent mögen: Eine dünne Hülle und Display-Panzerfolie schützen die Vorderseite auch.

Daniel Rottinger vom Telekommunikationsportal „Teltarif.de“ empfiehlt passgenaue Hüllen fürs jeweilige Modell: „Damit der Nutzer auf Anrufe und Nachrichten bequem reagieren kann, ohne dass er das Gerät zunächst umständlich aus der Hülle bugsieren muss.“

Extra-Stabilität erhält eine Hülle durch einen festen Rahmen, weiß der Experte. „Gerade für Radfahrer ist dies optimal, da so auch ein Sturz des Gerätes im besten Fall ohne Folgen bleibt.“ Die Hüllenarten Hardcase, Softcase und Bumper haben aber einen entscheidenden Nachteil. „Sie schützen nicht das mitunter empfindlichste Bauteil eines Smartphones, das Display“, sagt Lücke.

Er favorisiert sogenannte Flipcases. „Hier wird das Handy meistens nicht nur in eine harte Schale gelegt, sondern die Vorderseite zusätzlich durch ein aufklappbares Front-Cover geschützt.“ Von einfachen Bumpern rät Hayo Lücke eher ab, weil sie weder Rückseite noch Front eines Handys vor Beschädigungen schützen: „Jeder Smartphone-Nutzer wird sich schwarzärgern, wenn das Handy einmal auf den Boden stürzt und das Display zwar nicht zersplittert, dafür aber fiese Kratzer sichtbar werden.“ Auch Cases aus Metall seien nur bedingt zu empfehlen, da sie Empfang, Sendeleistung und in der Folge auch die Ausdauer des Akkus beeinträchtigen.

Es gibt auch Hüllen für extreme Belastungen und Ansprüche. „Outdoor-Schutzhüllen sind nicht nur besonders stoßfest, sondern dichten Handys zum Teil auch gegen Wasser und Staub ab“, erklärt Hayo Lücke. „Allerdings wird die Bedienung umständlicher, da zum Beispiel die Lautstärke-Tasten fester gedrückt werden müssen oder für die Nutzung des USB-Anschluss zuvor ein Schutzpfropfen zu entfernen ist.“ Grundsätzlich gilt es deshalb, bei solchen Cases vor dem Kauf zu prüfen, ob sich alle Tasten auch mit der Hülle gut drücken lassen und sich das Ladekabel problemlos einstecken lässt, rät Handyreparatur-Experte Abdul El-Chafei.

Und etwas Pflege schadet bei stark beanspruchten Hüllen dann und wann auch nicht: „Das Case sollte regelmäßig gereinigt werden, da sonst Schmutzablagerungen zwischen Handy und Hülle zu Kratzern führen können.“

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