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Digital

16. Januar 2017 | 11:55 Uhr

Portable Programme : Das Büro in der Hosentasche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ob Browser, Mailclient oder Betriebssystem: Mit portablen Programmen können private Daten per USB von überall abgerufen werden

Unterwegs eigene Dokumente oder E-Mails an fremden Rechnern aufrufen? Das funktioniert nur dann sicher, wenn man die richtige Office-Software direkt dabeihat. Mit sogenannten portablen Programmen lässt sich das Problem lösen. Sie werden auf USB-Sticks gespeichert und von dort gestartet - auf jedem beliebigen Windows-Computer.

Tragbare Programme sind vor allem nützlich, „wenn die Anwendung direkt mit persönlichen Daten verknüpft ist, die ich nicht aus der Hand geben möchte“, erklärt André Kramer von der Fachzeitschrift „c't“. „Zum Beispiel das Mailprogramm Thunderbird, da habe ich sofort mein E-Mail-Postfach und alles eingerichtet.“

Wer nach solchen portablen Programmen sucht, stößt schnell auf Pakete mit 50 bis 100 Programmen oder mehr, sagt Arnold. Bei PortableApps.com etwa kann man Sammlungen mit eigenem Startmenü zusammenstellen. Ähnlich funktioniert es bei PStart oder der Lupo PenSuite, die es in drei verschiedenen Größen gibt. Portable Programme gibt es für so ziemlich jeden Zweck - das wird bei einem Besuch der Website „Portable Freeware Collection“ schnell klar: Vom Bildbetrachter über Office-Programme und Systemwerkzeuge bis zu Mailprogrammen und Browsern ist alles dabei. Darunter sind auch bekannte Programme wie Firefox, Thunderbird, das Bildbearbeitungsprogramm Gimp.

Ist ein Programm nicht sonderlich systemabhängig, lässt es sich häufig sogar direkt auf einen USB-Stick installieren. Meistens reicht es schon, das Programm-Verzeichnis zu kopieren.

Die ideale Auswahl an portablen Programmen gibt es wohl nicht.„Jemand, der PCs repariert, braucht andere Apps als jemand, der eine Diaschau im Verein zeigen will“, sagt Arnold. Ein Nachteil dieser Art von Programmen ist, „dass sie sich nicht selbst aktualisieren.“ Unter Umständen starten und arbeiten sie auch etwas langsamer als Programme, die direkt auf dem Rechner installiert sind - gerade von alten USB-Sticks.

Wer nicht nur ein paar Programme, sondern gleich sein ganzes System mitnehmen will, sollte ein Linux-Live-System auf seinen USB-Stick speichern. Einmal eingesteckt, kann man so sein eigenes Betriebssystem plus Programme direkt vom Stick starten. Bereitgestellt werden diese Live-Systeme typischerweise als iso-Dateien. Auf einen USB-Stick bekommt man sie mit Programmen wie „Iso to usb“, „Unetbootin“ oder „Win32DiskImager“, erklärt Arnold.

Es muss aber nicht immer Linux sein. Auch Windows gibt es mittlerweile zum Mitnehmen. Microsoft stellt auf seiner Webseite die nötigen Programme bereit, um sich ein Windows PE auf CD oder USB-Stick zu erstellen. Die Zusammenstellung ist aber etwas kompliziert, und es gibt einige technische Einschränkungen bei der Nutzung. „Das ist schon ein bisschen fummelig“, sagt Arnold. „Ein Live-Linux ist einfacher und lässt sich auch leicht bedienen.“

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erstellt am 23.Aug.2015 | 21:00 Uhr

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