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Tintenpatronen nachfüllen : Dank Tintentrick günstig drucken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Text hier, eine Kopie da, ein Foto zwischendurch – und plötzlich ist die Tinte all. Wer etwas Bastelei nicht scheut, kann kräftig sparen.

Viele Drucker sind in der Anschaffung günstig, entpuppen sich aber im Unterhalt als recht teuer, gerade wenn man viel druckt. Druckerpatronen neu kaufen geht schnell ins Geld. Eine Spar-Alternative ist es, die Tintenpatronen selbst nachzufüllen oder nachfüllen zu lassen.

Das Nachfüllen eines Druckkopfs mit fest verbundener Tintenpatrone geht recht einfach. „Oben den Aufkleber entfernen, darunter kommen ein paar Einfülllöcher zum Vorschein, über die auch der Hersteller die Patrone mit Tinte befüllt hat“, erklärt Florian Rigotti vom Portal „Druckerchannel.de“. In die Löcher lässt sich Farbe spritzen. Bei kombinierten Farbpatronen mit drei Kammern für Blau, Rot und Gelb muss man aufpassen, will man die korrekte Farbkammer treffen.

„Man sticht einfach mit einem Zahnstocher in die Löcher und erkennt dann, welche Farbe hinter welcher Öffnung steckt.“ Mit einer Spritze und einer Kanüle lassen sich die Farben in die Kammern spritzen. Treten an der Einfüllöffnung Tinte oder Blasen aus, ist die Kammer voll. „Die Löcher darf man danach auf keinen Fall zukleben“, erklärt Rigotti. Mit dem Nachfüllen sollte man nicht erst warten, bis eine Patrone ganz leer ist. „Am besten befüllt man immer schon dann, wenn Sie erst halb oder zu Zweidritteln geleert ist“, rät der Experte. Komplizierter ist das Nachfüllen sogenannter Single-Ink-Patronen, da hier je nach Patronentyp verschiedene Methoden zur Anwendung kommen. Bei manchen Patronentypen sei es ähnlich leicht wie bei Kombipatronen. „Bei anderen muss man bohren, kleben oder basteln, für andere benötigt man Spezialwerkzeug, das es zum Beispiel in speziellen Refillshops gibt“, weiß Rigotti. Nach dem Auffüllen der Patronen muss man die meisten Drucker resetten. Anleitungen für das jeweilige Modell gibt es online.

„Das persönliche Nachfüllen von Tintenpatronen kann schnell zur Sauerei werden, das würde ich nicht jedermann empfehlen“, sagt Dirk Lorenz von der Stiftung Warentest. Beim Kauf ist auf die richtige Tinte zu achten. „Bei einer Universaltinte für alle Hersteller wäre ich vorsichtig“, sagt Lorenz.

Hochwertige Tinten sind genau an die Originaltinte angepasst, erklärt Florian Rigotti. Seine Faustregel: Gute Tinte kostet mindestens 10 Euro pro 250 Milliliter. Wem das Nachfüllen zu kompliziert oder schmutzig ist, kann es durch eine Tintentankstelle machen lassen. Rigotti hat einige Nachfüll-Läden getestet und einige schwarze Schafe in der Branche ausgemacht. „Weil man in die Patronen nicht hineinschauen kann, haben einige Dienstleister diese nicht komplett befüllt.“ Er empfiehlt, den Refill bei Kombipatronen einfach mal selbst auszuprobieren.

Gibt es nach dem Befüllen Probleme, rät Warentester Lorenz Verbrauchern dazu, die Patronen beziehungsweise Tinten zu reklamieren. Inzwischen bieten auch Druckerhersteller Geräte mit nachfüllbaren Patronen.

Thomas Schörner

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