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Ausbildung

08. Dezember 2016 | 01:15 Uhr

Bewerbung : Aussagekräftig und individuell

vom
Aus der Onlineredaktion

Warum ist die Bewerbungsmappe so wichtig? Was gehört in ein gelungenes Anschreiben? Welche speziellen Aspekte sind zu beachten und welche Fehler sollten besser vermieden werden?

Es geht um mehr als nur den „Broterwerb“: Sich einfach hinzusetzen und darauf loszuschreiben, ist für eine Bewerbung das falsche Konzept. Immerhin ist es gar nicht so einfach, sich auf wenigen Seiten Papier gut zu präsentieren. Vor allem Schüler und angehende Auszubildende sollten sich dafür Unterstützung suchen.

Richtig gut ist man nur, wenn man mit Engagement und Leidenschaft dabei ist. Daher ist es sinnvoll, sich von Eltern, Freunden oder Lehrern bei der Berufswahl beraten zu lassen. Hilfe, speziell für Schüler und angehende Azubis bieten auch die Berufsberater der Agenturen für Arbeit.

Die gelungene Bewerbungsmappe

Es ist zwar kein Muss, kann aber ein guter Einstieg für die Bewerbung sein. Es sollte eine Überschrift, den Ausbildungsberuf, den Namen des Bewerbers, seine Adresse und ein aktuelles Foto enthalten. Aber Achtung: Bitte keine Schnappschüsse etwa aus dem Urlaub verwenden. Besser ist es, in ein professionelles Foto von einem Fotografen zu investieren. Der erste Eindruck ist bereits sehr wichtig.


Es sollte möglichst an einen konkreten Ansprechpartner gerichtet sein. Bewerbungen mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ werden oftmals gleich aussortiert. Im Text sollte deutlich gemacht werden, warum gerade diese Ausbildung und dieses Unternehmen gewählt wurde. Der Bewerber sollte konkret beschreiben, warum gerade er/sie die richtige Person für den Job ist und welche besonderen Qualitäten, Interessen oder Erfahrungen er/sie dafür bereits mitbringt.

Das Anschreiben sollte eine DIN-A4-Seite nicht überschreiten. Am Ende die höfliche Bitte um ein persönliches Gespräch äußern. Denn das Vorstellungsgespräch ist das Ziel der Bewerbung.
 

Hier werden in tabellarischer Form die wichtigsten Lebensstationen aufgelistet. Das sind etwa Informationen über die Schulausbildung, Abschlüsse, Zertifikate und Auslandsaufenthalte. Sehr wichtig ist hier die Übersichtlichkeit. Es ist üblich geworden, Daten mit dem jüngsten Ereignis beginnend chronologisch aufzulisten. Im Lebenslauf darf und sollte der Bewerber auch auf seine Teamfähigkeit und soziale Kompetenz verweisen, beispielsweise durch den Hinweis auf Hobbys oder Ferienjobs.

Hier hinein gehört alles, was die Befähigung für diese Ausbildung oder diesen Job noch unterstreichen könnte. Das können neben dem letzten Zeugnis auch Praktikumsnachweise oder Arbeitszeugnisse sein. Wichtig ist Kopien zu verschicken und nicht die Originale, denn nicht immer kommen die Bewerbungsunterlagen auch zurück.

 

Makel vermeiden

Personalchefs klagen inzwischen über Bewerbungen, in denen sich Rechtschreib- und Grammatikfehler „tummeln“. Deshalb vor dem Verschicken die Eltern oder auch Lehrer bitten, die Bewerbung daraufhin durchzuforsten. Denn „null Fehler“ bedeuten einen großen Pluspunkt.

Stilblüten wie beispielsweise „mentale sowie reale Beweglichkeit“ oder Schmeichelfloskeln wie „in Ihrer einzigartigen Firma“ besser weglassen. Sie wirken nicht nur aufgesetzt, sondern auch komisch. Wer sich um persönliche Formulierungen bemüht, hat die besseren Karten.

Die Bewerbung sollte unbedingt die Individualität des Bewerbers deutlich machen. Also keine perfekte Inszenierung „hinlegen“, sondern ehrlich auf Stärken und mögliche Schwächen hinweisen. Originalität ist besser als ein starres Regelwerk. Ein Personalchef, der täglich viele Bewerbungen auf den Tisch bekommt, schätzt viel eher ein Schreiben, bei dem persönliche Ambitionen spürbar werden.

Es ist zwar wichtig, die Werbetrommel für sich zu rühren. Doch dabei nicht nach dem Gießkannenprinzip vorgehen und einfach mit Hilfe der gelben Seiten alle Firmen anschreiben. Große Firmen schreiben Stellen oft nicht mehr öffentlich aus. Hier kann ein Telefonat vorab Klarheit schaffen und den richtigen Ansprechpartner erkennbar machen.

 

Wer in manchem Fach nur mit schlechten Noten aufwarten kann, sollte diese dennoch nicht verschweigen. Besser eine Fünf im Zeugnis zugeben, aber dafür darauf verweisen, dass man sich etwa ehrenamtlich engagiert. Das zeugt von Ehrlichkeit, sozialer Kompetenz und Durchhaltevermögen.


Auch, wenn vielleicht die ersten Absagen ins Haus flattern, darf keine Mutlosigkeit aufkommen. Nur wer an sich und seine Ziele glaubt und darum kämpft, wird auch seine Chance erhalten.

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