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Ausbildung

07. Dezember 2016 | 21:16 Uhr

Job-Starter : Aus Drucker wurde Medientechnologe

vom
Aus der Onlineredaktion

Seit Gutenbergs Zeiten hat sich der Beruf des Druckers sehr verändert: Während man früher oft nur wenige Exemplare eines Buches herstellen konnte, übernehmen heute Computer viele Aufgaben und sorgen so für hohe Auflagen

Kataloge, Flyer, Poster, Visitenkarten und Bücher: Der 21-jährige Lucas Krämer steht vor einer großen Maschine. Er lächelt zufrieden. Lucas ist „Medientechnologe Druck“ – bis 2011 lautete die Berufsbezeichnung noch Drucker. Vor einem Jahr hat er die dreijährige Ausbildung beendet und wurde direkt von seinem Ausbildungsbetrieb, der Druckerei Koch in Pritzwalk, übernommen.

„Ich habe mich gleich zu Beginn der Ausbildung spezialisiert – auf den Bogenoffsetdruck“, berichtet Lucas. Bevor er die dreijährige Ausbildung begann, hat der heute 21-Jährige bereits ein Praktikum in einer kleinen Druckerei absolviert. „Meine Berufswahl stand dann sofort fest, allerdings wollte ich lieber in einer größeren Druckerei lernen – und das habe ich“, sagt er schmunzelnd. Für ihn sei es sein Traumberuf. Begeistert erzählt er vom Alltag: Er müsse Papier besorgen. Für den jeweiligen Auftrag die digitalen Daten laden und in die Druckmaschine übernehmen. „Also Bedruckstoffbreite und -höhe, Farbdaten und Farbeinstellungen“, erklärt Lucas. Für Veredelungsverfahren beim Druck müsse die Maschine für jedes Produkt spezialisiert eingerichtet werden. „Dabei muss ich darauf achten, was der Kunde wünscht: ob Lack, Glanz, Matt oder Seidenmatt beispielsweise.“

Zu Lucas’ Aufgaben gehört außerdem, dass er die Druckplatten einbaut und den Druckbogen auf die richtigen Parameter einrichtet, wie etwa die richtige Dichte der jeweiligen Farben. „Die Werte muss ich natürlich auch während des Drucks kontrollieren.“

Für Schulabgänger hat Lucas Krämer einen Tipp: „Wer Medientechnologe Druck werden will, muss unbedingt in Mathematik gut sein.“ In der Praxis müsse man mit Zahlen umgehen können. Etwa für die Nutzenrechnung: „Die Arbeitszeit für einen Auftrag unter Betrachtung verschiedener Faktoren wie die Druckgeschwindigkeit, die Auflagenhöhe, das Einrichten der Farben und der Maschine“, erläutert Lucas. Auch den Farbverbrauch müsse man rechnerisch ermitteln können.

Für ausgelernte Kräfte wie Lucas öffnen sich verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten: Techniker, Ingenieur oder auch ein Meisterbrief. „Ich denke, ich möchte mich auch noch irgendwann fortbilden. Aber jetzt bin ich erst einmal froh, dass ich hier in der Druckerei Koch bleiben durfte und sammle weiter Erfahrungen“, so Lucas.

 

Steckbrief

Medientechnologe Druck

• i.d.R. duale dreijährige Ausbildung

Anforderungen:

keine gesetzlichen Vorschriften, meist wird allerdings Mittlere Reife vom Betrieb verlangt, evtl. Praktika, um einen reibungslosen Betrieb von Druckmaschinen zu gewährleisten, ist ein gutes technisches Verständnis und ein guter Umgang mit technischen Geräten sinnvoll, kleine Reparaturen sollten notfalls selbst durchgeführt werden

Schulfächer:

u.a. Werken/Technik, Mathematik

Bewerbung:

gerade als Medientechnologe wird bei der Bewerbung eine große Sorgfalt vorausgesetzt, die Bewerbung ist daher immer als erste Arbeitsprobe zu sehen, oft erfolgt eine schriftliche Bewerbung auf dem Postweg, wobei auch die Online-Bewerbung in diesem Beruf immer relevanter wird

Ausbildungsvergütungen pro Monat:
1. Jahr: 600 bis 800 Euro
2. Jahr: 800 bis 900 Euro
3. Jahr: 900 bis 1000 Euro
 

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erstellt am 15.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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