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Auto & Verkehr

03. Dezember 2016 | 03:28 Uhr

Toyota Mirai : Toyota bringt die Brennstoffzelle in die Serie

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Einmal mehr marschiert Toyota voran und bringt das erste Brennstoffzellen-Auto am 15. Dezember in Japan auf den Markt.

Einmal mehr marschiert Toyota voran und bringt das erste Brennstoffzellen-Auto am 15. Dezember in Japan auf den Markt. In Deutschland wird das Model „Mirai“ (dt.: Zukunft) als Leasing-Fahrzeug ab September 2015 angeboten. Der Preis in Europa beträgt 78  540 Euro.

Die Brennstoffzelle des 4,89 Meter langen Autos wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um. Der damit gespeiste E-Motor leistet 113 kW/154 PS und entwickelt 335 Nm maximales Drehmoment. Dabei entweicht lediglich Wasserdampf dem Auspuff. Die Reichweite entspricht der von konventionellen Fahrzeugen, in rund drei Minuten ist der Mirai wieder vollgetankt. Die Wasserstoff-Tanks sind wie auch die Brennstoffzellen-Stacks im Boden montiert. Dadurch liegt der Fahrzeugschwerpunkt sehr niedrig, was zu einer guten Straßenlage führt.

Optisch gibt sich die Stufenheck-Limousine Mirai zwar modern, aber nicht abgedreht. Die Front bestimmen die extrem schmalen LED-Scheinwerfer und die riesigen Lufteinlässe in der Schürze, die die dahinterliegende Brennstoffzelle mit Sauerstoff versorgen und das gesamte System kühlen.

Für Komfort sorgen Lenkradheizung, Sitzheizung auf allen Plätzen, Klimaanlage und ein Luftreinigungssystem. Der Tank für den bei 700 bar Druck gespeicherten Wasserstoff ist natürlich besonders gesichert. Sollte dennoch Wasserstoff austreten, schicken Sensoren eine Warnung ins Cockpit und schalten automatisch den Zufluss ab.

Der VW-Konzern hat ebenfalls Brennstoffzellen-Autos fahrfertig und ausgereift, traut sich mit den bei der Los Angeles Auto Show vorgestellten Modellen Golf Variant HyMotion und Audi A7 Sportback h-tron aber nicht in die Serie. Derzeit begnügt man sich damit, zu zeigen, „dass wir auch die Brennstoffzellen-Technologie beherrschen“, so Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Das Problem: Derzeit gibt es in Deutschland nur rund 20 Wasserstoff-Tankstellen. „Sobald Markt und Infrastruktur es rechtfertigen, können wir in den Serienprozess einsteigen“, sagt Hackenberg. VW lässt erst einmal die anderen machen. Immerhin wollen Daimler und der Technologie-Konzern Linde bis Ende kommenden Jahres 20 Millionen Euro in 20 neue Tankstellen investieren.

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