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Auto & Verkehr

06. Dezember 2016 | 15:06 Uhr

Hybrid zum Kampfpreis : Hyundai Ioniq ab 23900 Euro

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit dem Ioniq beginnt bei Hyundai eine neue Ära. Bis 2020 soll das Portfolio des koreanischen Herstellers 28 Modelle mit alternativen Antrieben umfassen. Hyundai hat bereits mit dem iX35 Fuell Cell Pioniergeist bewiesen, doch das SUV mit Brennstoffzellen-Antrieb ist mit Anschaffungskosten von rund 66  000 Euro und wegen der noch dürftigen Infrastruktur zur Wasserstoffversorgung nicht massentauglich. Der kompakte Ioniq indes, der jetzt bei den Händlern steht, wendet sich an einen großen Kundenkreis.

Das Design ist modern und gefällig, der Preis von 23  900 Euro für den Ioniq Hybrid klingt wie eine Kampfansage, ebenso wie die 33  300 Euro für den Ioniq Elektro. Dafür bietet Hyundai kein Billigauto, sondern eine rundum gelungene, coupéhaft gestaltete Limousine. Das Interieur wirkt stilvoll und wertig, die Ausstattung der Basisversion ist erstaunlich üppig und enthält unter anderem: Leichtmetallfelgen, sieben Airbags, 2-Zonen-Klimaautomatik, Einparkhilfe, Rückfahrkamera, Berganfahrhilfe, Spurassistent, autonomer Notbremsassistent, adaptiver Tempomat mit Abstandsregelung, Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, DAB-Radio mit 5-Zoll-Monitor, USB/AUX-Anschlüsse, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, neigungs- und längsverstellbares Lederlenkrad, Bordcomputer. Mit einem Kofferraumvolumen von 443 bis 1505 Liter und einer möglichen Zuladung von bis zu 500 Kilo ist der Hybrid voll alltags- und reisetauglich.

Hyundais Vorstellung von der automobilen Zukunft lässt keine Zweifel offen: Wer sich für ein elektrisch betriebenes Fahrzeug entscheidet, soll bei Aussehen, Komfort und Fahrgefühl keine Abstriche gegenüber einem konventionellen Fahrzeug machen müssen. Genau diesen Anspruch erfüllt der Ioniq, der bereits als Hybrid und als reines Elektroauto sowie ab Sommer 2017 auch als Plugin-Hybrid angeboten wird.

Die beiden bereits verfügbaren Ioniq standen jetzt für Testfahrten in Hamburg zur Verfügung. Den Normverbrauch des Hybridmodells gibt Hyundai – je nach Ausstattung – mit rund 3,5 Litern auf 100 km an. In der verstopften Hamburger Innenstadt und auf ein paar Schleifen um die Vororte kamen wir auf 4,5 Liter – gerade unter solchen Bedingungen beweist der Hybrid-Antrieb seine Effizienz.

Die batterieelektrische Variante namens Ioniq Elektro zeigte bei der Einstellung mit hoher Rekuperation der Bremsenergie, dass die mechanische Bremse im Stadtverkehr oft überflüssig ist, weil der Elektromotor gleichzeitig gut verzögert und als Generator Strom in den Akku schickt. In der Sporteinstellung ohne die hohe Rekuperation nimmt der Fahrspaß deutlich zu, weil der Tritt aufs Fahrpedal mächtig Schub auslöst. Das kostet aber Reichweite. Als maximalen Wert gibt Hyundai hier 280 km an. Der Stromer ist nach Abzug der Elektroprämie ab 29  300 Euro zu haben. Als Energiespeicher dient eine moderne Lithium-Polymer-Batterie. Über die fünf Jahre währende Fahrzeug-Garantie hinaus gibt Hyundai auf die Batterie acht Jahre Garantie.

Das Laden des Akkus dauert an einer normalen Steckdose maximal zwölf Stunden. Wer sich daheim eine sogenannte „Wallbox“ anbringen lässt, ist nach 4,5 Stunden wieder mit vollen Akkus unterwegs und kann unterwegs an öffentlichen Ladestationen nachtanken.

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