zur Navigation springen

Auto & Verkehr

03. Dezember 2016 | 18:38 Uhr

Audi TT RS im Test : Fahrspaß im Überfluss

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Audi schickt den TT RS als Coupé und als Roadster mit einem 400 PS starken Fünfzylinder an den Start.

Audi hält auch nach 40 Jahren an der unrunden Zylinderzahl fest. Den neuen TT RS treibt ein auf 400 PS erstarkter Fünfzylinder-Turbobenziner mit 2,5 Liter Hubraum an. Als Coupé kostet der Renner 66  400 Euro, für den Roadster werden mindestens das 69  200 Euro fällig. Die Ära der Handvoll Töpfe begann 1976 mit dem Audi 100, später trieb das sportliche Aggregat den Quattro an. Die neueste Auflage läuft rund und dreht mit größter Lust bis fast 7000 U/min. Fahrspaß im Überfluss ist garantiert.

Optisch macht der flinke Audi kein Hehl aus seiner Bestimmung. Vorne öffnet sich der Kühlergrill mit Wabengitter bewehrt, gewaltige Lufteinlässe lassen den Motor atmen und führen den Bremsscheiben Luft zu. Die Scheinwerfer sind mit LED-Lichttechnik bestückt. Für die Rückleuchten nutzt Audi zum ersten Mal organische LED-Leuchten. Sie erzeugen ein harmonisches Licht und geben dem TT RS zusammen mit dem feststehenden Heckspoiler einen würdigen Abschluss.

Innen funkelt das aus dem S 8 übernommene Sportlenkrad mit Startknopf und Alcantara-Bezug. Das Cockpit ist samt Instrumentierung dank TFT-Technik sehr variabel zu gestalten. Drehzahlmesser und Tacho können auf Wunsch verkleinert und die Navi-Darstellung vergrößert werden. Dazu veredeln Leder-Sportsitze, Pedale aus Aluminium und sorgfältig zusammengestellte Materialien veredeln den stärksten je gebauten TT.

Gewonnen hat der Sportler an Leistung. 60 PS stärker als der Vorgänger und gleichzeitig in beiden Versionen um 35 Kilogramm leichter ist er geworden. Der TT RS schnellt von der Startlinie wie der Pfeil von der Bogensehne: 3,7 Sekunden braucht er, um aus dem Stand 100 km/h zu erreichen. Der etwas schwerere Roadster lässt sich für diese Übung 0,2 Sekunden mehr Zeit. Einhalt gebietet dem Vorwärtsdrang erst die elektronische Abregelung. Serienmäßig tut sie das bei 250 km/h, auf Wunsch wird die Grenze auf 280 km/h angehoben. Eine Launch Control für maximale Beschleunigung und verkürzte Schaltzeiten der Siebengang-Automatik gibt es serienmäßig. Der TT RS lässt sich mit leichter Hand durch Kurven dirigieren, bleibt dank Allradantrieb mit radselektiver Momentensteuerung stoisch auf Kurs und erfreut mit ausgewogenen Fahreigenschaften. Die Bremsen sind fein dosierbar, die Lenkung arbeitet nicht minder präzise.

Das Leistungspotenzial schlägt sich erwartungsgemäß im Verbrauch nieder. 8,2 Liter genehmigt sich das Coupé nach Norm für 100 Kilometer, der Roadster verlangt wiederum 0,1 Liter mehr. Er wiegt aufgrund der notwendigen Versteifungen 1530 Kilogramm, 70 Kilogramm mehr als die geschlossene Version. Seine Stoffhaube versenkt sich in weniger als zehn Sekunden auch in Fahrt bis zu Tempo 50.

Liebhaber von kernigem Motorsound bedient der TT RS bestens. Entsprechend der vier Fahrmodi Komfort, Auto, Dynamic und Individual öffnen sich die Klappen im Auspuff und der Fünfzylinder jubiliert dann mehr oder weniger von der Leine gelassen über das breite Band der Motorsymphonie.

Audi TT RS

2-sitziges Sportcoupé (Roadster), Siebengang-Automatik, Allradantrieb, Länge/Breite/ Höhe/Radstand: 4,19 m/ 1,83 m/ 1,34 m/ 2,50 m, Leergewicht: 1440 kg, Kofferraum: 305 l (280 l).
2,5-Liter-Fünfzylinder-Benziner: 294kW/400 PS, max. Drehmoment: 480 Nm bei 1700 - 5850 U/min, 0 - 100 km/h in 3,7 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Normverbrauch: 8,2 Liter/100 km, 187 g CO2/km; ab 66  400 Euro.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen