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Angst in Laage: Autos vor Kita attackiert

30. Juli 2010 | von Jens Griesbach

LAAGE - Kita-Personal und Eltern in Laage sind schockiert: Immer wieder werden Autos von Eltern zerkratzt oder mit Farbe beschmiert, wenn sie kurz vor der Kita der Volkssolidarität in der Rudolf-Harbig-Straße parken, um ihre Kleinen wegzubringen oder abzuholen. Jetzt konnte Kita-Leiterin Marita Osterloh mit zwei Kolleginnen erstmals einen Täter auf frischer Tat beobachten. "Ich kenne den Mann. Es handelt sich um einen Anwohner der Rudolf-Harbig-Straße", sagte sie gegenüber SVZ. Sein Motiv ist unklar. Die Polizei ermittelt.

Erst Mittwoch wurden wieder zwei Autos von Eltern beschädigt, während sie auf dem Gehweg parkten. "Der Wagen eines Vaters wurde von hinten bis vorne mit einem spitzen Gegenstand aufgekratzt. Der Täter floh mit dem Fahrrad, obwohl ich noch hinter ihm hergerufen habe. Ich bin erschüttert", so Marita Osterloh, die seit 1983 die Kita leitet, so etwas aber noch nie erlebt hat. Der Vater erstattete sofort Anzeige. Die Polizei war vor Ort. Sogar das Auto der Kita-Leiterin selbst wurde schon durch eine Kratz-Attacke in Mitleidenschaft gezogen. "Ein großer Schaden und eine große Schweinerei", sagt Marita Osterloh. "Wir haben alle Angst unsere Autos vor der Kita abzustellen."

Schockiert ist auch Mutter Susanne Schröder aus Groß Lantow. Seit kurzem bringt sie regelmäßig ihren zweieinhalbjährigen Sohn Ruben in die Krippe der Laager Kita. Aber schon zweimal wurde ihr Auto hier mit einem Schlüssel zerkratzt, zweimal hat sie bereits Anzeige erstattet. "Zuerst ist es beim Kindertag passiert und jetzt noch einmal vor einer Woche, als ich nur zwei Minuten in der Kita war", sagt Susanne Schröder. Besonders schmerzlich für die junge Mutter: Ihr Auto ist neu. "Viele alleinerziehende Mütter bringen ihre Kinder in die Laager Kita, die wenig Geld haben. Es trifft also wirklich die Falschen." Insgesamt 234 Kinder gehen in die VS-Kita in der Rudolf-Harbig Straße, davon 30 Krippenkinder.

Täglich fährt Susanne Schröder jetzt mit Angst vor der Kita vor, um ihren kleinen Ruben wegzubringen oder abzuholen. Auch sie kennt den Täter. Es ist derselbe Anwohner, den Marita Osterloh am Mittwoch bei seiner Kratz-Attacke beobachtete. "Diese Schikanen müssen endlich gestoppt werden", fordert sie. Die Mutter will keine Angst mehr um ihr Auto haben.

Die Polizei ermittelt jetzt nach der Zeugenaussage von Kita-Leiterin Marita Osterloh konkret gegen eine Person, so Yvonne Burand von der Polizeidirektion Rostock gestern. "Es wurde zwar nur eine konkrete Tat beobachtet, es ist jedoch anzunehmen, dass auch die vorherigen Taten auf das Konto dieser Person gehen", sagt sie. Das müssten jetzt die weiteren Ermittlungen ergeben. Der am Mittwoch vor der Kita beobachtete Täter soll noch in Kürze zu den Vorwürfen vernommen werden.

 

 

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