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Mecklenburg-Vorpommern

19. April 2014 | 19:01 Uhr

- Drei Ereignisse an einem Tag gefeiert

vom

Es gibt erfreuliche Tage im Leben, die sich unlöschbar in das Gedächtnis einprägen. Für Gisela Jedlink gehört der vergangene Sonnabend zu jenen Augenblicken, an die sie sich immer wieder gern erinnern wird. Gisela Jedlink leitet die Regionale Schule mit Grundschulteil in Vellahn und kennt die Geschichte des Hauses wohl mit am besten. Das sei, wie sie mit einem sympathischen Lächeln sagt, kein Wunder, schließlich habe sie diese hautnah vom ersten Tage an mit erlebt. Seit der Eröffnung 1983 unterrichtet sie Russisch, Englisch und Geschichte. Nun ist sie die Leiterin der Schule, in der aktuell 27 Lehrer 345 Mädchen und Jungen in 17 ersten bis zehnten Klassen das Rüstzeug für den weiteren Lebensweg vermitteln.

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"Schule soll Spaß machen", umriss sie am Tag vor dem zweiten Advent das ehrgeizige Ziel ihres Teams vor einem ungewöhnlich großen Publikum. "Wir wollen, dass die Kinder gern zu uns kommen und unterbreiten dafür auch nach dem letzten Klingelzeichen eine Vielzahl von Angeboten", erklärte sie. Die Palette ist breit gefächert und reicht von den jungen Sanitätern, alten Handarbeitstechniken, Sport, Kochen und Backen über Mädchentreff und Modellbau bis hin zum Chor.

Der hauseigene Klangkörper nennt sich übrigens "Schulnoten" und trifft sich regelmäßig mit Ellen Wulf zur Probe. Zu besonderen Anlässen verstärken sie sich mit "Vocapella", das ist eine Vereinigung sangesfreudiger Frauen aus der Region im Alter von 13 bis 58 Jahren. Gisela Jedlink gehört da zu jenen, die auf den Ton genau den Anweisungen ihrer Chefin und Dirigentin Ellen Wulf folgen.

Der gemischte Chor klingt sehr harmonisch. Davon konnten sich am Sonnabend die Zuhörer überzeugen. Das Konzert gab einem herausragenden Ereignis in der Geschichte der Schule einen festlichen Rahmen. Seit dem 4. Dezember 2010 verfügen die Schüler und Lehrer in Vellahn offiziell über ein Atrium. Nun haben auch sie, wie beispielsweise die Boizenburger und Hagenower eine überdachte Pausenhalle. Die jüngste Errungenschaft erfüllt, wie Gisela Jedlink sagt, einen Wunsch, von dem nicht nur sie seit der Eröffnung der Schule geträumt habe. Nun sei er mit Hilfe des Trägers in Erfüllung gegangen. Die Großgemeinde Vellahn bezeichnet die Schulleiterin, so sich die Gelegenheit wie auch am Sonnabend bietet, als einen Partner, wie es ihn besser nicht geben könne. Immerhin steckt auch eine gehörige Portion Engagement der Kommune im Atrium.

Rund eine halbe Million Euro floss in das Bauvorhaben, das Gros davon kam als Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II. Der Eigenanteil der Gemeinde ist mit dem verbleibenden "Rest" auch eine stattliche Summe. Bürgermeister Horst Geistlinger richtete sein Dankeschön nicht nur an Landrat Rolf Christiansen und Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Hacker (beide SPD), sondern auch an den Planer für ein gelungenes Werk und die Handwerker, die ganze Arbeit geleistet hätten.

Mit dem symbolischen Scherenschnitt gaben Horst Geistlinger und Gisela Jedlink den Weg frei zu dem "Tag der offenen Tür" und dem Adventsmarkt. So feierte eine große Besucherschar an einem Tag gleich drei Ereignisse.

von Dietmar Kreiß
erstellt am 06.Dez.2010 | 10:07 Uhr

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